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»Ich empfehle unseren Schweizer C. A. Loosli, einen guten Humoristen und scharfen Satiriker, dem die Schweiz eigentlich längst zu eng ist.« Hermann Hesse an Theodor Heuss, 1913

552 Seiten, × cm, Leineneinband mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-85869-330-3, 1. Auflage
Erschienen am 01.01.2006

Anstaltsleben

Werke Band 1: Verdingkinder und Jugendrecht


EUR 53,00 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Carl Albert Loosli (1877–1959) verdient es, wiederentdeckt und endlich als das anerkannt zu werden, was er ist: einer der bedeutendsten Intellektuellen und Schriftsteller der Schweiz in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Heute kennt man Loosli vor allem noch als Berner Mundartdichter oder als Autor von Die Schattmattbauern, dem ersten modernen Kriminalroman der Schweiz. Doch Loosli ist viel mehr. Als »Philosoph von Bümpliz« hat er ein breites Werk hinterlassen, das nicht nur in (nicht mehr greifbaren) Büchern, sondern auch in Essays, Zeitungsartikeln und Briefen niedergelegt ist. Loosli kämpfte gegen die Versorgung von Kindern in Anstalten; gegen das Verdingkinder-Unwesen; gegen die unbefristete »administrative« Internierung randständiger Erwachsener; für die Humanisierung von Strafrecht und Strafvollzug. Er machte als Mitbegründer und erster Präsident des Schweizerischen Schriftstellerverbands Literaturgeschichte und schrieb im Zusammenhang mit Ferdinand Hodler Kunstgeschichte. Er trat als Anwalt der schweizerischen Juden und Jüdinnen gegen die Hetze der in- und ausländischen Nazis an. Und er beharrte gegenüber den Fronten des Ersten und des Zweiten Weltkrieges sowie des Kalten Krieges auf einer Demokratie, die diesen Namen verdient.
Die in den Jahren 2006 bis 2009 erscheinende Werkausgabe erlaubt es, C. A. Loosli in der ganzen gesellschafts-, sozial- und kulturpolitischen Breite seiner Schriften, seiner Interessen und seines Engagements kennen zu lernen.

Carl Albert Loosli, geboren 1877, wuchs in prekären Verhältnissen bei einer Pflegemutter, dann in einer Erziehungsanstalt auf. Zwei Jahre in der Jugendstrafanstalt Trachselwald. Reisen, Arbeit als Korrespondent und Redaktor bei verschiedenen Zeitungen. 1903 ließ er sich mit seiner Familie in Bümpliz nieder. Zahlreiche Buchveröffentlichungen. Loosli starb 1959 in Bümpliz; er hinterließ ein reiches schriftstellerisches und publizistisches Werk, das in der Werkausgabe des Rotpunktverlags erstmals öffentlich zugänglich gemacht wurde.

Fredi Lerch, geboren 1954 in Roggwil, war Redaktor der Wochenzeitung WOZ. Seit 2002 arbeitet er als freier Journalist und ist Mitglied des Pressebüros »puncto« in Bern. Von 2002 bis 2008 hat er zusammen mit Erwin Marti im Rotpunktverlag die Werkausgabe von Carl Albert Loosli herausgegeben.

Erwin Marti, geboren 1952, Lehrer und Publizist, Basel. Der profundeste Kenner von Looslis Werken arbeitet zurzeit am dritten Band seiner großen Loosli-Biografie. Marti ist auch Mitbegründer der Carl-Albert-Loosli-Gesellschaft. Anerkennungspreis für Editionsarbeit im Rahmen der Literarischen Auszeichnungen 2009 des Kantons Bern für die Herausgeberschaft der Carl Albert Loosli-Werkausgabe.