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Luis Sepúlvedas ironisch-warmherziger Roman verbindet einen kuriosen Kriminalfall mit dem Porträt einer verlorenen Generation.

160 Seiten, 20.4 × 12.5 cm, Broschur
ISBN 978-3-85869-455-3, 1. Auflage

Book on Demand

Erschienen am 15.01.2012

Der Schatten dessen, was wir waren

Roman

Aus dem Spanischen von Willi Zurbrüggen

EUR 18,00 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

35 Jahre nach Pinochets Putsch treffen sich die einstigen Freunde Cacho, Lolo und Lucho, aus dem Exil zurückkehrend, in ihrer Heimat Chile ein »Schatten dessen, was wir einmal waren«, wie sie selbstironisch anmerken. Dickbäuchig sind sie geworden, kahl und graubärtig. Sie schwelgen in gemeinsamen Erinnerungen, während sie auf den Vierten im Bunde warten. Denn die Männer haben einen Plan: Sie sind hinter der verschollenen Beute eines Banküberfalls her, den eine Gruppe von Anarchisten 1925 durchgeführt hat und der in die Geschichte eingegangen ist.
Doch dann gibt es Komplikationen: Der vierte Mann kommt nicht. Ein Ehekrach mit aus dem Fenster fliegenden Erinnerungsstücken, ein Toter am Straßenrand, die Ermittlungen von Inspektor Crespo und ein Fremder, der plötzlich bei den drei Freunden auftaucht... jetzt muss gehandelt werden.
Sepulveda erzählt von Verlierern, doch man könnte sie – mit dem Autor – auch anders charakterisieren: »Ich will denen eine Stimme geben, die versucht haben, die Welt zu verändern.« Darum ging es, um nicht mehr und nicht weniger. Dass die Figuren des Romans trotz des Scheiterns nie ihren Glauben an Humor und Liebe verloren haben, macht sie am Ende doch zu Gewinnern.

Luis Sepúlveda, 1949 in Chile geboren, musste wegen seines politischen Engagements seine Heimat verlassen und lebte u.a. über zehn Jahre in Deutschland im Exil. Er arbeitete als Journalist und für die UNESCO. Heute lebt er in Gijón, Spanien. Sein Roman Der Alte, der Liebesromane las machte ihn international bekannt. Seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

»Der 1949 geborene Chilene Luis Sepulveda macht kein Hehl daraus, wo er politisch steht, nämlich links. Das Gleiche gilt auch für die Protagonisten in seinem unlängst in deutscher Übersetzung erschienenen Roman Der Schatten dessen, was wir waren. Dieser ist Krimi und Zeitreise in die chilenische Geschichte in einem – und eine literarische Delikatesse.«

Knut Henkel, NZZ Neue Zürcher Zeitung

»Wunderbar, mit welcher Leichtigkeit und Ironie Sepulveda darin von einer Gruppe von alt und der Heimat fremd gewordenen Freunden erzählt, die sich an ihre politischen Jugendträume erinnern und nun noch einmal einen Coup landen wollen: mit einem Revolver, der schon 1925, beim ersten Banküberfall in Chile, Verwendung fand!«

Wolf Ebersberger, Nürnberger Zeitung

»Raffiniert fügt Sepúlveda die Geschichte aus lauter durch die Zeiten schwirrenden Elementen zusammen. Man mag es kaum glauben, dass er dafür nur 156 gross bedruckte Seiten braucht. Der Schatten dessen, was wir waren, so bezeichnen sich die Proganisten selber und betreiben, halb ernsthat, halb augenzwinkernd ein Licht-und-Schattenspiel, das reizvoller nicht ein könnte.«

Christoph Kuhn, Journal 21

»Da sitzen ein paar alte Männer in der Nacht, Schiffbrüchige, die einander als Verlierer erkennen: Die Diktatur vorbei, die Exilzeit überstanden, jetzt aber verarmt und wurzellos. Und der Kapitalismus, gegen den sie sich immer schon ausgesprochen haben, feiert in Chile fröhliche Urständ. So wie den traurigen, skurrilen Romanhelden geht es vielen. Luis Sepúlveda hat ihnen ein warmherziges literarisches Denkmal gesetzt.«

Thomas Völkner, Blickpunkt Lateinamerika

»Nach der herrlichen Pointe am Schluss kann sich jeder Abenteuerschriftsteller nur so die Finger lecken.«

Valentin Schönherr, WOZ