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Zeitung, Radio, Fernsehen: Otmar Hersche war ein ganzes Berufsleben lang mittendrin, und seine Erinnerungen sind ein Schlüsseltext zur jüngeren Mediengeschichte der Schweiz.

304 Seiten, × cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-85869-381-5, 1. Auflage
Erschienen am 01.01.2008

Erinnerungen an den Journalismus


EUR 24,50 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Die parteinahen Zeitungen, die während Jahrzehnten die Vielfalt politischer Meinungen und Interessen zum Ausdruck gebracht hatten, mussten eine nach der anderen aufgeben. Die Presse wurde zum Geschäft, das immer mehr von immer weniger Verlagshäusern betrieben wurde. Vergleichbares spielte sich bei Radio und Fernsehen ab. Das SRG-Monopol brach zusammen. Kommerzielle Anbieter etablierten sich in einem Supermarkt, in dem es in erster Linie um Marktanteile geht.
Die Veränderungen in der Medienlandschaft in den letzten 50 Jahren wurden begleitet durch radikale gesellschaftliche Umbrüche. Stichworte dazu: die 68er-Revolte, die Jugendbewegung der 80er-Jahre, das Zweite Vatikanische Konzil, der Kalte Krieg in seiner helvetischen Ausprägung. Medien sind mehr als Objekte von Zeitströmungen. Sie sind Orte der Begegnung. In der Erinnerung des Autors tauchen Menschen auf, die ihre Zeit prägten. Zum Beispiel der Philosoph Max Horkheimer, die dissidenten jugoslawischen Marxisten, Niklaus Meienberg, die Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs. Nicht zu vergessen sind die Verantwortlichen, die für ein unabhängiges mediales Angebot sorgten.
Otmar Hersche hat die Entwicklungen in verschiedenen Funktionen und sozusagen am eigenen Leib erlebt. Seine Mediengeschichten illustrieren ein Stück Mediengeschichte und sind zugleich ein Teil seiner eigenen Lebensgeschichte.

Otmar Hersche, geboren 1934, arbeitete nach dem Studium zunächst für Die Ostschweiz, wurde dann Redaktor beim Aargauer Volksblatt und wechselte anschließend als Programmgestalter »Wort« zum Radiostudio Bern. 1971–1974 Chefredaktor des CVP-Zentralorgans Vaterland, 1974–1978 Programmdirektor von Radio DRS und 1978–1982 Direktor von Radio und Fernsehen DRS, anschließend Chefredaktor der Tagesschau des Schweizer Fernsehens. Die letzten zehn Jahre seines Berufslebens 1986–1996 produzierte er als Journalist und Redaktor Hintergrundsendungen für Radio DRS.

»Erinnerungen an den Journalismus ist frisch und lebendig geschrieben, eine erlebte Schweizer Mediengeschichte der vergangenen 40 Jahre, angereichert mit vielen Berichten über die Begegnungen mit bedeutenden Zeitgenossen. Das Buch ist spannend für an Zeitgeschichte interessierte Menschen – und natürlich auch für Insider: Viele werden das Buch schon darum lesen, weil sie neugierig darauf sind, ob und wie sie darin auch vorkommen...«

Niklaus Oberholzer, Neue Luzerner Zeitung

»Viel mehr als über Otmar Hersche erfahren wir über die Entwicklung der Medien im Kleinen eines Regionalblatts oder einer Radioredaktion und im Grossen der allgemeinen Beschleunigung und der technischen Umwälzungen der Medienbranche; mehr als das Private werden gesellschaftliche Umbrüche, geistige Strömungen und das Klima der politischen Auseinandersetzungen beleuchtet.«

Urs Meier, Reformatio

»Sein Memoiren-Buch ist Mediengeschichte aus erster Hand und unterhaltsam, auch weil er mit Seitenhieben (gegen die Intriganten Schürmann und Defago oder den Anpasser Schellenberg) nicht spart.«

Karl Lüönd, SonntagsZeitung

»Hersche beschreibt die aufgeheizte Stimmung sehr anschaulich, mit viel Archivmaterial, einigem Biss und auch Selbstironie.«

Peter Müller, Tages-Anzeiger

»Der liberale Geist Hersches wird deutlich, wenn er – spannend zu lesen – über seine Begegnungen und Kräche mit Niklaus Meienberg berichtet. (...) Hersches Buch beleuchtet ein wichtiges Stück schweizer Mediengeschichte, gemäss dieser Lektüre kein besonders erfreuliches.«

Richard Butz, Saiten