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Amalia van Gent, Türkei-Korrespondentin der NZZ, beschreibt das Land auf seiner langen Suche nach einer eigenen Identität. Dieses hochaktuelle Buch hilft, die Türkei besser zu verstehen.

320 Seiten, 20.4 × 13.5 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-85869-377-8, 1. Auflage

Mit farbigem Bildteil

Erschienen am 01.01.2008

Leben auf Bruchlinien

Die Türkei auf der Suche nach sich selbst

Fotos von Anna Delliou

EUR 24,00 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Es rumort in der Türkei. Islamisten gegen Kemalisten, alte, uralte Bruchlinien öffnen sich neu. Wohin zieht es die Türkei? Nach Westen, in die Arme der EU? Nach Osten, zu einem konservativ islamischen Staat mit boomender Wirtschaft nach dem Beispiel der Golfstaaten?
Es sind tiefe und zugleich unklare Bruchlinien, denn sind nicht die Islamisten der AKP für Europa? Und sind nicht die kemalistischen Militärs vehemente Gegner einer Öffnung nach Europa? Wer sind überhaupt »die Türken«? Sicher ist eines: Entschieden ist der Grundkonflikt der Türkei noch lange nicht. Und so werden scheinbar lapidare Themen, wie ein kleines Stück Textil in der »Kopftuchfrage« zu Staatsaffären. Doch der Staat, der nach dem Militärputsch Anfang der 1980er-Jahre zweieinhalb Jahrzehnte lang fast unangefochten Oppositionelle und Querdenker als Staatsfeinde hinter Gitter schickt, ist nun selber unter Beschuss geraten.
Am stärksten spürbar sind diese Bruchlinien in der Großstadt Istanbul, wo inzwischen an die 16 Millionen Menschen leben. Neben diesem zivilisatorischen Pessimismus der Alt-Istanbuler tut sich auch Neues auf; die melancholischen Klänge Anatoliens werden neu entdeckt und musikalisch aufgearbeitet, die Menschen suchen ihre Wurzeln und Geschichten jenseits des engen Korsetts der kemalistischen Staatsdoktrin.

Amalia van Gent berichtet seit mehr als 30 Jahren aus der Türkei und ist seit vielen Jahren Türkei-Korrespondentin der Neuen Zürcher Zeitung. Sie lebt in Istanbul.

»Es ist nicht möglich, den ganzen Reichtum dieses Buches in einigen Sätzen auch nur anzudeuten. Es ist umsichtig, gut lesbar und mit Esprit geschrieben.«

Jan Keetman, St. Galler Tagblatt

»Ihr Buch, die eindrückliche Summe ihrer langjährigen Erfahrungen im Umgang mit diesem Land, das seit Jahren an die Pforte der EU klopft und sich gerne als Brücke zwischen Europa und Asien präsentiert, ist eine wahre Fundgrube an Detailwissen und klug abgewogenen Schlussfolgerungen.«

Walter Lüthi, Der Bund

»Wer sich für die moderne Türkei interessiert und einen kompakten, klugen Überblick über das Land und seine Politik möchte, der ist mit diesem Buch gut bedient.«

Judith Huber, WOZ

»Leben auf Bruchlinien ist eines der profundesten und zugleich lebendigsten Türkei-Porträts der vergangenen Jahre.«

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