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Ein leidenschaftliches Plädoyer für das kritische Denken und gegen Missachtung, Hass und Vorurteile.

180 Seiten, 20.4 × 13.5 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-85869-281-8, 1. Auflage
Erschienen am 05.10.2004

Missverständnis Orient

Die islamische Kultur und Europa

Aus dem Französischen von Bodo Schulze

EUR 18,00 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Für viele Beobachter im Westen bestätigte der 11. September 2001 die angeblich tausendjährige Feindschaft zwischen Orient und Okzident. Georges Corm legt dar, weshalb es sich dabei um einen eingebildeten bzw. herbeigeredeten Gegensatz handelt, der einer bestimmten Interessenpolitik dient. Er zeigt, auf welchen Grundlagen im 19. Jahrhundert die Klischees eines »mystischen, archaischen und irrationalen« Orients entstanden sind, der mit einem rationalen und »modernen« Westen konterkariert wurde. Dabei spart er nicht mit Kritik an denjenigen arabischen Intellektuellen, die – gewollt oder ungewollt – immer wieder neue Nahrung für die westlichen Klischees geliefert haben. Aber er deckt auch die Selbsttäuschungen im modernen westlichen Denken auf, das sich seiner Irrationalität oft einfach nicht bewusst ist und das Missverständnis bezüglich Orient geradezu pflegt. Corm, der in beiden Kulturen zu Hause ist, beschreibt die zahlreichen historischen und kulturellen Berührungspunkte, die reiche gemeinsame Geschichte, die Ost und West verbinden (könnten). Gefragt sind heute mehr denn je die Brückenbauer. Ihnen liefert dieses Buch die guten Argumente.

Georges Corm, geboren 1940, Ökonom, ehemaliger Finanzminister des Libanon, berät verschiedene internationale Organisationen sowie Zentralbanken. Autor zahlreicher Bücher über den Libanon, die arabische Welt im Allgemeinen sowie über Fragen der Entwicklungszusammenarbeit. Zuletzt La Méditerranée, espace de conflit, espace de rêve (Paris 2001), Le Proche Orient éclaté 1956–2003 (Paris, 2003).

»Corm argumentiert mit stupenden geistesgeschichtlichen Kenntnissen.«Rainer Traub, Der Spiegel »Der ehemalige libanesische Finanzminister weiß, wovon er schreibt. Einer, der in beiden Kulturen von Ost und West zu Hause ist, sucht weniger die Konfrontation als vielmehr die Brückenbauer. Die Grundlage dazu liefert er durch sein reiches Wissen.«

Fritz Peterka, Wienerland

»Gut lesbar.«Schweizer Bibliotheksdienst»Trotz der teilweise sehr komplizierten Zusammenhänge lässt der schmale Band sich hervorragend lesen und regt zum Nachdenken an. Corm, der in beiden Kulturen zu Hause ist, hat es tatsächlich geschafft, neue Aspekte in eine Diskussion zu bringen, von der man glaubte, alles schon mehrfach bis zum Überdruss gehört zu haben. Ein anspruchsvoller und wichtiger Beitrag.«

Daniela Neuenfeld-Zvolsky, ekz-Informationsdienst