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In Russland hat sich eine bei uns kaum beachtete Opposition von unten herausgebildet, die allmählich stärker wird.

328 Seiten, × cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-85869-389-1, 1. Auflage
Erschienen am 01.01.2009

Opposition gegen das System Putin

Herrschaft und Widerstand im modernen Russland


EUR 29,00 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Es gibt ihn, den Widerstand gegen das System Putin in Russland, es gibt die Opposition gegen das Politikmonopol des Kremls. In diesem Buch lernt man ihre immer zahlreicher werdenden Akteure kennen und erfährt, wogegen und wofür sie kämpfen.Wer von Opposition in Russland spricht, meint damit in der Regel den ungleichen Kampf zwischen dem Kreml und seinen parlamentarischen Gegnern. Um jedoch einen angemessenen Eindruck der heutigen russischen Opposition gegen das System Putin zu erhalten, reicht es nicht aus, die bestehenden Parteien in Betracht zu ziehen. Anderseits gilt es auch Abstand zu nehmen von der Vorstellung einer durch staatlichen Paternalismus realsozialistischer Manier geprägten Bevölkerung, die nicht willens sein soll, selbst für ihre Interessen zu kämpfen. Die Wirklichkeit ist anders. Das Protest­potenzial wird größer, und das Aufbegehren ganz »normaler« Leute ist aus dem oft wenig beschaulichen russischen Alltag längst nicht mehr wegzudenken. Im Westen kaum zur Kenntnis genommen, hat sich eine Opposition von unten ge­bildet, und von dieser berichtet dieses Buch. Hier kommen Akteurinnen und Akteure von sozialen Protest- und Bür­ger­widerstandsbewegungen zu Wort. Es sind unabhängige Sozialisten, linke Liberale, Anarchisten, Bürgerbewegte, Gewerk­schafter und Umweltschützer. Diese Opposition besitzt keine einheit-lichen Führungsorgane und strebt weniger einen Machtwechsel an als den Aufbau einer lebenswerten Gesellschaft, in der die Einmischung in gesellschaftlich relevante Belange kein Staatsmonopol mehr darstellt.

Ulrich Heyden, geboren 1954, lebt seit 1992 als Korrespondent in Moskau. Er arbeitet u.a. für Spiegel Online, den Rheinischen Merkur, Südkurier, Freitag, die Jüdische Allgemeine, Die Presse, die Salzburger Nachrichten und Die Wochenzeitung. 2010 wurde Ulrich Heyden von der russischen Organisation Mediasojus für seinen »Beitrag im internationalen Journalismus« ausgezeichnet.

Ute Weinmann, geboren 1968, Russlandkorrespondentin, lebt seit 1999 in Moskau, zuvor mehrere Jahre in St. Petersburg. Engagiert sich außerdem in unabhängigen russischen Medienprojekten.

»Dem Buch gebührt das Verdienst, die heutige Opposition in Russland breiter und lebendiger darzustellen, als dies im Westen ansonsten üblich ist mit der Verengung auf Ex-Schachweltmeister Garri Kasparow.«Mathias Brüggmann, Handelsblatt, 16. August 2009»Die Reaktionen des Westens auf das System Putin bleiben verhalten. Zu viele wirtschaftliche Interessen stehen auf dem Spiel. Deshalb ist es wichtig, wie die beiden Journalisten Ulrich Heyden und Ute Weinmann in dem vorliegenden Buch des Rotpunktverlages der westlichen Öffentlichkeit die Opposition gegen das System vorstellen Das Buch zeigt viele hoffnungsvolle Ansätze für ein von unten aufkommendes demokratisches Gemeinwesen in Russland.«Wolfgang Stanzick, August 2009»Die Journalisten Ulrich Heyden und Ute Weinmann sezieren Putins repressives System und dessen Schlupflöcher. Im Mittelpunkt stehen Bürger aus sämtlichen ideologischen Lagern. Eine Opposition, die Putins Herrschaft permanent herausfordert.«Marion Bacher, Falter, 26. August 2009»Ein interessantes Buch.«Claus Baumgart, ekz-Informationsdienst»Lohnend ist dagegen das Kapitel „Der politische Raum oder Wer sucht, wird nicht immer fündig“, in dem Weinmann darlegt, dass sich die traditionelle Aufteilung der russischen Gesellschaft in die „Staatsmacht“ und “Wir - die Untergebenen“ in den 1990er Jahren deutlich verfestigt habe. Anhand der Einschränkungen des Versammlungsrechts wird sehr konkret verdeutlicht, was Opposition in Russland so stark erschwert.«Gemma Pörzgen, Das Parlament »Hervorragende Ortskenntnis und Recherche zeigen unbekannte Seiten der russischen Gesellschaft.»Sarah Renke, bedrohte Völker (ehemals pogrom)»Vor allem das Kapitel über »die neue Arbeiterbewegung« ist eine wahre Fundgrube für das Verständnis des oppositionellen Russlands. Ein hoch informatives Buch.«Hans Wagner, Eurasisches Magazin, 31.12.2009