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Der erste Roman der großen Walliser Schriftstellerin in Neuübersetzung.

200 Seiten, 19.0 × 12.0 cm, Gebunden
ISBN 978-3-85869-585-7, 2. Auflage

Dieser Titel ist auch als E-Book erhältlich

Erschienen am 21.03.2014

Theoda

Roman

Aus dem Französischen von Gabriela Zehnder

EUR 19,90 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Zu Beginn wird Hochzeit gefeiert in dem Walliser Weiler Terroua. Marcellines ältester Bruder heiratet eine Frau aus einem anderen Dorf, Theoda, eine Fremde, eine, die stets aussieht, als ginge sie auf ein Fest. Marceline ist eingeschüchtert und fasziniert zugleich von dieser aparten, so gar nicht bäuerlichen jungen Frau. Eines Tages wird sie unfreiwillige Zeugin von Theodas Ehebruch, was sie in tiefste Gewissenskonflikte stürzt. Fortan trägt sie schwer an diesem ungeheuren Geheimnis, das allmählich das ganze Dorf in Aufruhr versetzt und für die Liebenden schließlich, die nicht vor einem Mord zurückschrecken, den Gang zum Schafott bedeutet.
In ihrem ersten Roman, der Corinna Bille vor siebzig Jahren bekannt machte, erzählt sie die Geschichte einer leidenschaftlichen Liebe – bis zu ihrem bitteren Ende. Gleichzeitig hält die preisgekrönte Autorin in unvergleichlich eindringlicher und poetischer Sprache das Leben der Walliser Bauern in der extremen Bergwelt fest, ihr Nomadentum im Rhythmus der Jahreszeiten, ihre Verrichtungen und Feste und nicht zuletzt das Ende einer Kindheit.

S. Corinna Bille (1912–1979), Tochter eines Malers und einer Bergbäuerin, beschließt mit fünfzehn, Schriftstellerin zu werden. Nach Schuljahren in einem Internat in der Zentralschweiz, »Lehrjahren« in Paris und Zürich führt sie ein Nomadenleben in Walliser Weilern, gemeinsam mit anderen Künstlern. Darunter Maurice Chappaz, den sie 1947 heiratet. Veröffentlichung von Prosa und Lyrik. 1975 wird sie für ihre Erzählungen mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Die Natur in Verbindung mit der sinnlichen Körperlichkeit der Liebe zählt zu ihren Hauptmotiven.

»Die Ich-Perspektive dieses Kindes verleiht Billes Erzählung eine besondere Präsenz und Intimität. Nicht der historisch belegte Plot nimmt einen für Tage gefangen, sondern Marcelines Erzählweise, in der vom ersten Satz an eine heilige Todesahnung mitschwingt und das Wissen, dass mit Theoda etwas Großes in die archaische Gemeinschaft eingebrochen ist.«

Insa Wilke, Süddeutsche Zeitung

»Aus seiner Schlichtheit entwickelt dieses Buch seine wuchtige Wirkung. Aussagen brechen wie schwerer Donner hervor.«

Margarete Affenzeller, Der Standard

»Eine flirrende, atemberaubende Schilderung aus Sicht eines kleinen Mädchens – so genau, dass man das Gefühl nicht loswird, die Autorin sei dabei gewesen, im Alltag wie vor dem Schafott.«

Bettina Dyttrich, zalp

»Auf Deutsch war Theoda längere Zeit vergriffen, die nun vorliegende, gelungene Neuübersetzung gibt einen unverklärten, gleichzeitig aber auch sehr poetischen Einblick in den bäuerlichen Lebensalltag zu Beginn des 20. Jahrhunderts.«

Bruno Lässer, Vorarlberger Nachrichten

»Die poetische Weisheit, mit der hier von der Liebe und dem Tod erzählt wird, erinnert an Meisterstücke wie Robert Musils Todeserzählung ›Grigia‹, die magischen und zugleich hyperrealistischen Bilder des harten Alltags an die Filme von Edgar Reitz.«

Insa Wilke, Süddeutsche Zeitung