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Unter dem Saisonnierstatut lebten mehrere tausend versteckte Kinder in der Schweiz – eingeschlossen daheim, ausgeschlossen vom Leben.

184 Seiten, 20.4 × 13.5 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-85869-587-1, 1. Auflage

Vorwort von Franz Hohler

Erschienen am 15.05.2014

Verbotene Kinder

Die Kinder der italienischen Saisonniers erzählen von Trennung und Illegalität

Aus dem Italienischen von Barbara Sauser

EUR 26,00 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Weil der Familiennachzug für die italienischen Saisonniers in der Schweiz verboten und auch für die meisten Jahresaufenthalter praktisch unmöglich war, standen sie vor der Entscheidung: entweder die Kinder »am Telefon aufwachsen« hören – oder aber sie mitnehmen, was bedeutete, sie vor den Behörden zu verstecken.
Marina Frigerio lässt diese »verbotenen Kinder« erzählen. Wie fühlt sich das an als Kind, die meiste Zeit eingeschlossen daheim und ohne Kontakt zu anderen Kindern, was macht eine solche Situation mit einer Familie, und wie findet man trotzdem seinen Weg?
Die Aufarbeitung ist für die ehemaligen Saisonnierkinder und ihre Familien dringend nötig. Was sich in ihren Geschichten offenbart, ist ein humanitärer Skandal, der sich tagtäglich, nebenan, mitten unter uns ereignet hat. Umso mehr ist es an der Zeit, dieses Thema ins Bewusstsein zu holen. Zumal die jüngste Volksabstimmung gegen die »Masseneinwanderung« gezeigt hat, wie schnell Errungenschaften in der Migrationspolitik wieder infrage gestellt werden können. 

Marina Frigerio, geboren 1959 in Lugano, ist schweizerisch-italienische Doppelbürgerin und kennt die Welt der Italiener und Italienerinnen in der Schweiz aus beruflicher und persönlicher Erfahrung. Sie lebt in Bern, wo sie eine psychologische Praxis führt.

»Frigerios Buch ist Oral History im besten Sinne, denn es gibt den zum Stummsein Verdammten ihre Stimme und Geschichten zurück und bettet diese in den politisch-gesellschaftlichen Kontext ein.«

Andreas Saurer, Berner Zeitung