Neuerscheinungen

Wir trauern um unseren Autor

Max Peter Ammann 1929 – 2022


2011 hat Max Peter Ammann im Rotpunktverlag seinen einzigen Roman veröffentlicht: «Die Gottfriedkinder», einen wuchtigen Familienroman, der 1917 einsetzt und das ganze 20. Jahrhundert erzählt. Geboren wurde Max Peter Ammann 1929 in Will. Bis 1975 war er als Theaterregisseur und Dramaturg in Basel, Zürich, Berlin und München tätig. Von 1976 bis 1991 leitete er die Abteilung Dramatik des Schweizer Fernsehens und wurde zu einem wichtigen Impulsgeber für den Schweizer Film. Oscar-Preisträger Xavier Koller («Reise der Hoffnung», 1991) erinnert sich dankbar an Max Peter Ammann: «Er war ein echter Mentor und Freund, dessen Engagement nicht nur im Büro stattfand.» Max Peter Ammann ist am 19. Juli verstorben.

Link zu "Die Gottfriedkinder"

Prix du public 2022 für Fabio Andina

«Tage mit Felice» begeistert auch das Publikum in der Romandie


Der 35. Prix du public RTS geht an Fabio Andina! »Tage mit Felice« (Rotpunktverlag, 2020), ist auf Französisch unter dem Titel »Jours à Leontica« (Editions Zoé, 2021) erschienen. Der italienische Originaltitel lautet »La pozza del Felice« (Rubbettino, 2018). Auch wenn sich die Titel deutlich unterscheiden: Die Leserinnen und Leser aller Sprachen sind fasziniert von Fabio Andinas «hinreißend stillem Buch» (Roman Bucheli, NZZ). Die Preisverleihung findet am 3. September in Morges statt. Wir gratulieren Fabio Andina ganz herzlich!

Link zum Prix du public RTS

Schweizerische Schillerstiftung

Annette Hug gewinnt den ZKB Schillerpreis 2022


Wir gratulieren unserer Freundin und Autorin herzlich zum Schillerpreis! Was tun mit radioaktivem Müll? Um diese Frage dreht sich »Tiefenlager«. Die Jury lobt die Originalität und die kühne Konstruktion des Romans, »den ebenso verantwortungsbewussten wie phantasievollen Umgang mit gesellschaftlichen Fragen« sowie die »anrührenden Porträts« der Protagnistinnen und Protagonisten. Die ersten beiden Romane von Annette Hug, »Lady Berta« und »In Zelenys Zimmer«, sind im Rotpunktverlag erschienen, »Tiefenlager« im Verlag Das Wunderhorn.

Link zur Schweizerischen Schillerstiftung

»Il bambino lucertola« auf Rete Due

»Das Eidechsenkind« als italienisches Hörspiel


»Das Eidechsenkind« ist der erste Roman, den der zweisprachige Schriftsteller Vincenzo Todisco auf Deutsch geschrieben hat. Seine früheren Romane sind alle auf Italienisch entstanden und dann von Maja Pflug ins Deutsche übertragen worden. Nun hat Todiscos Erfolgsroman «Das Eidechsenkind» eine doppelte Übersetzung erfahren: ins Italienische und ins Hörspiel. Wer den Roman über ein verstecktes Migrantenkind kennt und liebt, wird auch ohne profunde Italienschkenntnisse in die dichte Atmosphäre von «Il bambino lucertola» eintauchen können.

Hier geht's zum ersten Teil des Hörspiels von RSI

Städtische Bibliotheken Dresden über »Tage mit Felice«

»Wenn man dieses Buch liest, kommt man zur Ruhe«


Die Städtischen Bibliotheken Dresden haben mehr Mitarbeitende als das Tessiner Dorf Leontica Einwohnerinnen und Einwohner. Aber jetzt hat das ferne Dresden das kleine Leontica entdeckt, den Schauplatz von Fabio Andinas Roman »Tage mit Felice«. Im Podcast »Bücherrausch« empfiehlt die Dresdner Bibliothekarin Marika Schwer den stillen Roman, dessen »unglaublichen Erzählfluss« sie lobt. Es sei eine beglückende Lektüre, die sie vor allem Männern ans Herz legt.

Hier geht's zum Podcast

Auszeichnung des Deutschen Literaturfonds

Andrea Spingler erhält den Paul-Celan-Preis 2021


Der Paul-Celan-Preis für herausragende Übersetzungen ins Deutsche geht in diesem Jahr an Andrea Spingler. Sie wird für ihr umfangreiches Gesamtwerk von Übersetzungen aus dem Französischen ausgezeichnet. Besonders würdigt die Jury ihre Arbeit am Roman »Die Annonce« von Marie-Hélène Lafon aus dem Rotpunktverlag. In der Begründung der Jury heisst es dazu, dass Spingler »mit beeindruckendem stilistischen Gespür die schwebende Erzählperspektive und die mit indirekter und erlebter Rede gespickten rhythmischen Satzkaskaden des Romans nachbildet, ohne die eigenwillige Syntax zu glätten«.

Die Laudatio für Andrea Spingler

»Ein starkes Stück Gegenwartsliteratur«

Salzburger Nachrichten über »Siebenmeilenstiefel«


»Die Grauzone zwischen Jugend und Erwachsenenleben bildet immer wieder eine Herausforderung für die Literatur, die in neuem Gewand stets neue Einsichten ermöglicht. Der Schweizer Simon Deckert unternimmt in seinem Debütroman eine Reise in dieses Zwischenreich, in dem noch so viel möglich ist, knallharte Lebenswirklichkeit voller Abgründe ebenso wie eine blühende Fantasie, die einen locker der Mühen des Alltags enthebt. Andrea bricht aus, als es ihr daheim zu eng wird. (...) Simon Deckert versteht es gut, die eigenartige Weltsicht der jungen Rebellin in eine Sprache zu übersetzen, in der die Grenzen zwischen Erleben und Märchenwirklichkeit verschwimmen. Ein starkes Stück Gegenwartsliteratur.« Anton Thuswaldner

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Gesichter & Geschichten auf SRF 1

Romana Ganzoni im Porträt


Mit 46 beschloss Romana Ganzoni ihren Lehrerinnen-Job an den Nagel zu hängen und Bücher zu schreiben. Mittlerweile wurde sie mit dem Bündner Literaturpreis ausgezeichnet. Im Rotpunktverlag erschienen ihr Erzählband »Granada Grischun« (2017) und ihr Roman »Tod in Genua« (2019).

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Die nächsten Veranstaltungen

Vernissage „Spurlos in Neapel" mit Franco Supino

Montag, 24.10.2022, 20:00 – 23:00 Uhr
Bücher Lüthy Solothurn

Franco Supino präsentiert seinen neuen Roman “Spurlos in Neapel” in seiner Heimat Solothurn. Moderation: Britta Spichiger, Literaturredaktorin SRF.

Eintritt: Fr. 15.00, mit Greencard Fr. 10.00.

Bitte reservieren Sie bei Buchhaus Lüthy : Tel. 032 625 33 15, solothurn@buchhaus.ch

Zürich liest: „Geschichte des Sohnes" – Lesung von Marie-Hélène Lafon

Mittwoch, 26.10.2022, 19:30 – 21:00 Uhr
Karl der Grosse, Kirchgasse 14, Zürich

Die französische Autorin Marie-Hélène Lafon erzählt in zwölf Kapiteln die Ge- schichte einer Familie – über drei Generationen und hundert Jahre, 1908 bis 2008. Die Familie birgt ein Geheimnis: das Geheimnis um Andrés Vater. Mit Marie-Hélène Lafon spricht Ursula Bähler. Deutsche Stimme: Wandy Wylowa. Gespräch auf Französisch mit zusammenfassender Übersetzung.

Eintritt: CHF 20.00 (15.00, Personen in Ausbildung, IV-Bezüger:innen, Kulturlegi). Ticketverkauf (ab September) über Ticketino.

Zürich liest: „Spurlos in Neapel" mit Franco Supino

Mittwoch, 26.10.2022, 20:30 – 22:00 Uhr
Karl der Grosse, Kirchgasse 14, Zürich

Als Kind plagte Franco Supinos Erzähler die Angst, die Schweiz verlassen zu müssen – das Erdbeben 1980 in Italien war wie eine Befreiung, weil es die Rückkehrpläne der Eltern in Schutt und Asche legte. Nach dem Tod des Vaters macht er sich auf Spurensuche in Neapel. Moderation: Britta Spichiger.

Eintritt: CHF 20.00 (15.00, Personen in Ausbildung, IV-Bezüger:innen, Kulturlegi). Ticketverkauf (ab September) über Ticketino.

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