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Eine umfassende Recherche über 160 tibetische Flüchtlingskinder, den Industriellen Charles Aeschimann, die Schweizer Behörden und den Dalai Lama.

Tibetische kinder fur schweizer familien
220 Seiten, 20.4 × 13.5 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-85869-779-0, 1. Auflage

Tibetische Kinder für Schweizer Familien

Die Aktion Aeschimann


EUR 32,00 Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Erscheint am 22.02.2018

Anfang der 1960er-Jahre kamen auf Initiative des Oltner Industriellen Charles Aeschimann 160 tibetische Flüchtlingskinder in die Schweiz. Die »Tibeterli« sollten hier wohlbehütet in Pflegefamilien aufwachsen, eine gute Bildung erhalten und schließlich als junge Elite zu ihren Familien ins indische Exil zurückkehren oder gar in ein befreites Tibet, an das viele Exilanten damals noch glaubten. Dies war zumindest der Wunsch des 14. Dalai Lama, der gemeinsam mit Aeschimann eine entsprechende Vereinbarung aushandelte.
Die Tatsache, dass viele dieser Kinder durchaus noch leibliche Eltern hatten, rief schon bald Kritiker auf den Plan. Ebenso wurde moniert, Aeschimann fehle die entsprechende Erfahrung. Dennoch ließen ihn die Bundesbehörden gewähren.
Wie war ein solcher Alleingang möglich? Was ist aus den Kindern geworden? Und wie beurteilen sie die umstrittene Aktion heute? Dieses Buch sucht Antworten auf offene Fragen und leistet so einen weiteren wichtigen Beitrag zur Geschichte der Fremdplatzierung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Schweiz.

Sabine Bitter studierte Geschichte und deutsche Literatur- und Sprachwissenschaft in Basel und Berlin und arbeitet als Redaktorin bei Radio SRF 2 Kultur. Zwischen 2005 und 2008 war sie am SNF-Projekt über Verdingkinder beteiligt sowie am Buch Versorgt und vergessen, herausgegeben von Marco Leuenberger und Loretta Seglias (2008).

Nathalie Nad-Abonji arbeitet als freie Journalistin in Rostock. 2015 hat sie für die Radioanstalten WDR/rbb und Radio SRF 2 Kultur das Feature »Gelegs Reise« realisiert – eine Sendung über einen Tibeter, der 1964 als Pflegekind in die Schweiz kam. 2016 wurde sie hierfür mit dem Journalistenpreis der International Campaign for Tibet Deutschland ausgezeichnet.