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Günter Amendt prägte in der Schweiz wie in Deutschland die Drogenpolitik der vergangenen zwanzig Jahre maßgeblich. Im Juni 2014 wäre Amendt 75 Jahre alt geworden.

248 Seiten, 20.4 × 13.5 cm, Broschur
ISBN 978-3-85869-590-1, 1. Auflage

Beigelegte CD: Günter Amendt spricht

Erschienen am 28.04.2014

Legalisieren!

Vorträge zur Drogenpolitik


EUR 19,90 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Günter Amendt war eine der wichtigsten und einflussreichsten Stimmen in der drogenpolitischen Auseinandersetzung im deutschsprachigen Raum. Als einer der Ersten hat er erkannt, dass Prohibition und Kriege gegen Drogen zum Scheitern verurteilt sind, und er hat immer wieder plausibel begründet, weshalb das Drogenproblem durch eine kontrollierte Legalisierung zwar nicht gelöst, jedoch wesentlich entschärft werden könnte. Wie recht er damit hatte, wird heute am Beispiel Afghanistans oder Mexikos deutlich. Und selbst in den USA beginnt sich inzwischen die Einsicht durchzusetzen, dass die Freigabe des Cannabiskonsums nicht mehr aufzuhalten ist.
In den letzten Jahren vor seinem Tod beschäftigte sich Amendt mit der Bedeutung legaler Drogen im postindustriellen Zeitalter: etwa dem Doping im Alltag und der leistungssteigernden Stimulierung des Hirns durch psychoaktive Substanzen. Günter Amendt war ein sprachlich präziser und beeindruckender Redner, der mit seinen Vorträgen Zuhörende in den Bann zog. Er wollte verstanden werden und überzeugen. Der Vortrag war für ihn immer auch eine Performance – eine Kunstform.

Günter Amendt wurde 1939 in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Studium der Soziologie promovierte er zum Dr. phil. Seine Bücher Sexfront (1970) und Das Sex-Buch (1979) gelten heute als Klassiker der Aufklärungsliteratur. Seit Anfang der 1990er-Jahre beschäftigte er sich immer intensiver mit der Drogenfrage. Im März 2011 wurde Günter Amendt bei einem Autounfall getötet, der durch einen Raser verursacht worden war. Amendt lebte in Hamburg.

Andreas Loebell (1956), Heraus­geber dieses Bandes, hat die publizistische Tätigkeit von Günter Amendt über lange Zeit aktiv verfolgt und war als Mitarbeiter an Amendts Sex-Buch (1979) beteiligt. Andreas Loebell ist Ethnologe und lebt in Bern.

»Symptomatisch ist, dass die im Buch chronologisch abgedruckten Vorträge nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben. Es ist, als ob man sich hinsichtlich der Drogenpolitik in einer Zeitschleife befände – an der Sachlage und an den Argumenten hat sich seit Jahrzehnten nichts geändert.«

Lorenz Matzat, der Freitag

»Texte aus zwei Jahrzehnten, die sich lesen, als wären sie gerade gestern geschrieben worden.«

Hans-Günter Meyer-Thompson, Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin