Neuerscheinungen

Sklavenähnliche Arbeit im Heute

»Das Wegsehen hat mich erschüttert«


Im Gespräch mit »Andruck«, dem Magazin für Politische Literatur des Deutschlandfunks, bespricht Co-Autor Urs Fitze das Buch »Entmenschlicht« über Sklaverei im 21. Jahrhundert. Sklaverei beraube Menschen durch Gewalt und Zwang ihrer Wahlfreiheit und setze sie so in ihrer Menschlichkeit herab. Bei den Recherchen stiessen die Co-Autoren auf Beispiele moderner Sklaverei, auch in Europa.

Das vollständige Interview

Hotlist der Unabhängigen

Schöner Erfolg für »Wolken über Taiwan«


Als »Einladung, Entdeckungen zu machen« bezeichnete die FAZ die Hotlist der Unabhängigen Verlage. Dieses Jahr reichten Verlage aus dem gesamten deutschsprachigen Raum insgesamt 191 Titel ein. Daraus nominierte eine Jury 30 Bücher für die Hotlist. Wir freuen uns, dass mit Wolken über Taiwan auch ein Titel aus dem Rotpunktverlag in der Auswahl ist, und gratulieren Alice Grünfelder zu diesem schönen Erfolg. Nun können die Leser:innen aus den 30 Nominierten ihre drei Favoriten wählen.

Hier geht’s zum Online-Voting

Die neue Vorschau ist da

Der Herbst wird brisant


Die Suche nach einem Camorrista und einem Leben in der Fremde, das hätte sein können. Erinnerungen an den ikonischen Filmemacher Pier Paolo Passolini. Ein Psychoanalytiker, der unsere Gesellschaft aufzuschlüsseln sucht. Frauen auf der Flucht. Das Leben in Boliviens Silberminen. Eine Alternative zur heutigen Pharmaindustrie. Ein Porträt des Musikschaffens in der Schweiz. Streifzüge im Tessin und grenzüberschreitendes Wandern zwischen den Naturparks der Schweiz und Italiens: Das alles bietet der Rotpunktverlag in seinem Programm für den Herbst 2022.

Unsere neuen Herbstbücher

Von den Herausforderungen, eine Kultur zu durchdringen

Literarische Annäherung an Taiwan


»Selbst Grünfelder, die Chinesisch studiert hat und sich in China und anderen asiatischen Ländern gut auskennt, hat auf der Insel vor der chinesischen Küste sehr viel Neues erfahren. Umso mehr erfahren wir, die wir nie in Ostasien waren, über diesen Staat, den die Volksrepublik China als abtrünnige Provinz betrachtet und der diplomatisch weitgehend isoliert ist.« Dies attestiert die Sendung Kultur kompakt auf SRF2. Raphael Zehnder hat das Buch für die Sendung rezensiert und Alice Grünfelder interviewt.

Der Beitrag auf SRF2

»Die Unsichtbaren« im Bundeshaus

Bald Berufslehre für Sans-Papiers möglich?


Auf Initiative der beiden Autorinnen Tanja Polli und Ursula Markus besuchte der Rotpunktverlag im Februar das Bundeshaus und überreichte den Mitgliedern der Staatspolitischen Kommission ein Exemplar von »Die Unsichtbaren«. Das Buch erzählt unter anderem die Geschichten von jugendlichen Sans-Papiers, die aufgrund der geltenden Gesetze keine Lehre machen können. Nun beschliesst die Kommission, den Zugang zur Berufsbildung für Sans-Papiers zu erleichtern. »Es ist weder den Betroffenen noch der Gesellschaft gedient, wenn diese Personen über Jahre hinweg ohne Auskommen oder Beschäftigung sind.«

Zum Artikel im Tages-Anzeiger

Landbote-Dialogplatz: Tanja Polli zu Gast im Podcast

»Bei jedem Fehltritt in Gefahr«


Für das Buch «Die Unsichtbaren» porträtierte Tanja Polli gemeinsam mit Ursula Markus 16 Sans-Papiers. Was sie dabei herausgefunden hat, wie sie mit Sans-Papiers in Kontakt kam und warum sie nicht in die Politik will, erzählt Polli im Landbote-Podcast bei Heinz Zürcher. Anhand der Geschichte von Fany zeigt sie, wie jeder Fehltritt das Leben von Sans-Papiers und deren Kindern in Gefahr bringt.

Die Sendung »Dialogplatz«

Preis der Leipziger Buchmesse 2022 für Tomer Gardi

Tomer Gardi, Autor mit vielen Facetten


«Ein Schelmenstück» sei Tomer Gardi gelungen, schwärmt die Leipziger Jury über den Roman «Eine runde Sache», der zum Teil in einer kantigen Kunstsprache geschrieben ist. Ganz anders klingt Tomer Gardi in «Stein, Papier. Eine Spurensuche in Galiläa», auf Deutsch 2013 im Rotpunktverlag erschienen. In diesem literarischen Essay erzählt Gardi die Geschichte des Kibbuz, in dem er 1974 geboren und aufgewachsen ist. Es ist ein eindrückliches Zeugnis von zivilem Ungehorsam.

Zur Jurybegründung

Rotpunkt-Autor Herrou über Ukraine-Solidarität in Frankreich

Gleiches Mass


»Das macht uns sehr glücklich!« Cédric Herrou freut sich in einem Interview auf Deutschlandfunk, dass Frankreich nun Geflüchteten aus der Ukraine hilft. Gleichzeitig bleibt ein schales Gefühl. Herrou engagiert sich seit sieben Jahren für Menschen auf der Flucht. Fast ebenso lang hat ihn der Staat für sein Engagement verfolgt. Der jetzige Politikwechsel beweise, so Herrou, dass nicht der Zustrom von Menschen aus dem Ausland das Problem war. Vielmehr sei der Zustrom von Schwarzen und Arabern als Problem empfunden worden. »Rassismus prägt den politischen Diskurs.«

Das ganze Interview im Deutschlandfunk

Zum Gedenken an Paul Grüninger

»Paul Grüninger hat im entscheidenden Moment das Richtige getan«


Vor 50 Jahren verstarb Paul Grüninger. Als St. Galler Polizeikommandant rettete er 1938/1939 hunderten von Menschen das Leben, die vor der NS-Verfolgung in die Schweiz fliehen wollte. Die Schweiz bestrafte ihn und entliess ihn unehrenhaft. Erst nach seinem Tod wurde er rehabilitiert, unter anderem dank dem Buch »Grüningers Fall« von Stefan Keller, das 1993 im Rotpunktverlag erschien. In der Sendung »Kultur kompakt« auf SRF erinnert sich Keller: »Paul Grüninger war ein biederer, anständiger Polizeibeamter und Fussballfan, der im richtigen, im entscheidenden Moment das Richtige getan hat und nicht das, was die Obrigkeiten von ihm wollten.«

Beitrag auf SRF

Die Autobiografie von Cédric Herrou auf SRF

Vom Olivenbauern zum Fluchthelfer


Die Not der Flüchtlinge, die an der italienisch-französischen Grenze nahe seines Hofs stranden, machen Cédric Herrou zum Fluchthelfer. Nun veröffentlicht der Rotpunktverlag seine Autobiografie »Ändere deine Welt«. Herrou schildere die prekäre Lage und die Traumata von Geflüchteten, die ihm begegnet sind, in Ich-Form, in einer direkten, ungeschönten Sprache, sagt SRF-Redaktorin Sabine Bitter in ihrer Buchbesprechung. »Er schreibt äusserst angriffig, zuweilen auch schonungslos selbstkritisch.« Dabei bediene er sich einer packenden Dramaturgie. »Mit seinem Buch legt Herrou einen aufwühlenden Zeitzeugenbericht zur europäischen Flüchtlingskrise vor.«

Die Buchbesprechung auf SRF

»Echo der Zeit« mit Cyrill Stieger

Von Gräben und Brücken


Der ehemalige NZZ-Korrespondent Cyrill Stieger besuchte für »Die Macht des Ethnischen« 30 Jahre nach dem Krieg die Orte erneut, aus welchen er damals berichtete. Im Gespräch mit »Echo der Zeit« auf SRF erzählt er, wie Schulen ethnische Trennungen normalisieren und wie eine pragmatische Bevölkerung in ihrem Alltag Gräben überwindet.

Zur Sendung auf SRF

Monika Bolliger auf SWR1

Warum Tripolis?


Gerade wegen seiner Marginalisierung sei das libanesische Tripolis heute ein Mikrokosmos des Nahen Ostens. Spiegel-Redakteurin Monika Bolliger spricht mit Wolfgang Heim über ihre Motivation zu ihrem ersten Buch. Die Stadt habe sich stark an der Region orientiert, um Anschluss zu finden: «Politische Bewegungen, die es im Nahen Osten gab, fanden immer viel Echo in Tripolis.» Ein abwechslungsreiches Gespräch über den gesamten Nahen Osten, in dem Bolliger salafistische Komiker und die Schönheit Damaskus ebenso thematisiert, wie das Arbeitsrecht in Qatar und die Kriegsfolgen in Syrien.

SWR1 Leute mit Monika Bolliger

Bührle & Kunsthaus Zürich

Zwei Rotpunkt-Bücher fördern die Debatte


Der Einzug der Bührle-Sammlung in das Kunsthaus Zürich sei ein PR-Desaster, schreibt der SonntagsBlick. Und fragt: Wie konnte es so weit kommen? Antworten bringen zwei Bücher. 2015 veröffentlichten die Kunstexperten Guido Magnaguagno und Thomas Buomberger ihre Recherchen zur Herkunft der Bührle-Bilder im »Schwarzbuch Bührle«. Bei 52 Werken könne nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um Fluchtgut handle. Und diesen Herbst zeichnete der Historiker Erich Keller im »Kontaminierten Museum« nach, wie Forschung instrumentalisiert wurde, um Waffenfabrikant Bührle weißzuwaschen.

Zum Artikel

Die nächsten Veranstaltungen

Widerspruch 78: «Vermessung der Katastrophe»

Dienstag, 23.8.2022, 20:00 – 22:00 Uhr
Sous le Pont – Rössli (Reithalle) Neubrückstrasse 8, Bern

«Vermessung der Katastrophe» – dazu sucht, reflektiert und involviert die 78. Ausgabe der Zeitschrift «Widerspruch». Es werden die unterschiedlichen Krisen und Katastrophen besprochen, die unseren Planeten bedrohen und die Diskurse beleuchtet, die darüber (nicht) geführt werden. Der Diskussion um die Pandemie sind acht Texte gewidmet. Die Beiträge «Pharma fürs Volk» und «Wissenschaftskritik oder Wissenschaftsfeindlichkeit?» kommen am 23. August mit Beat Ringger und Franco Cavalli zur Debatte.

Climate Cultures Festival

Sonntag, 28.8.2022, 12:30 – 13:15 Uhr
Alte Münze, Haus 3, Molkenmarkt 2, 10179 Berlin-Mitte

Alice Grünfelder im Gespräch mit Martin Zähringer. Heute wird die westliche Wahrnehmung Taiwans durch die Gefährdung durch China bestimmt, durch eine geopolitische Draufsicht. Aber welche Blicke sind möglich, wenn man das Land für ein halbes Jahr zum Beschreiben besucht? Ihr vielbesprochenes Buch “Wolken über Taiwan”, das kürzlich erschienen ist, versammelt Notizen und Überlegungen, Reportagen und essayistische Miniaturen aus Taiwan. Ob es um Wolken und Wasser geht, Müllabfuhr und Demonstrationen, Tempel und Götter, Brücken, Flüsse und Meere. Im Kontext der Climate Cultures interessieren besonders die Innenansichten aus einer prekären Klimazone.

Climate Writing in Taiwan “Wolken über Taiwan”

Widerspruch 78: «Vermessung der Katastrophe»

Mittwoch, 31.8.2022, 19:00 – 21:00 Uhr
Buchhandlung Labyrinth, Nadelberg 17, Basel

«Vermessung der Katastrophe» – dazu sucht, reflektiert und involviert die 78. Ausgabe der Zeitschrift «Widerspruch». Es werden die unterschiedlichen Krisen und Katastrophen besprochen, die unseren Planeten bedrohen und die Diskurse beleuchtet, die darüber (nicht) geführt werden. Der Diskussion um die Pandemie sind acht Texte gewidmet. Die Beiträge «Pharma fürs Volk» und «Wissenschaftskritik oder Wissenschaftsfeindlichkeit?» kommen am 31. August mit Beat Ringger und Franco Cavalli zur Debatte.

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