Neuerscheinungen

Glückwünsche nach Paris!

Der Prix Renaudot 2020 geht an Marie-Hélène Lafon


Soeben erfahren wir, dass Marie-Hélène Lafon für ihren neuen Roman »Histoire du fils« mit dem Prix Renaudot 2020 ausgezeichnet wird. Das Buch erscheint im Frühjahr 2022, übersetzt von Andrea Spingler, in der Edition Blau. In unserem aktuellen Herbstprogramm findet sich der erste Titel der Autorin auf Deutsch: »Die Annonce«. Sigrid Brinkmann hat ihn im Deutschlandfunk besprochen: »Der von Andrea Spingler kongenial ins Deutsche übersetzte Roman ist eine unprätentiöse Milieustudie und ein zarter, völlig kitschfreier Liebesroman. Für Lafons Erzählstil typisch sind lange, nur durch Kommata getrennte Satzketten. Es wirkt so, als spräche sie zu uns – beiläufig, aber mit einer gewissen Dringlichkeit.«

Mehr zum Buch

Weiter Blick und kurze Wege

Vorschau Frühjahr 21


In der Edition Blau geht es mit Cesare Pavese ins aufgekratzte Turin der vierziger Jahre, während Alexandre Hmine von einer Kindheit zwischen Tessin und Casablanca erzählt. Im Sachbuch tauchen wir mit Korrespondentin Michael Jansen in Geschichte und Gegenwart der Levante ein, wagt Rudolf Bussmann eine Reise in das unbekannte Land schlechthin, analysiert Andreas Zumach die Schwächen und Möglichkeiten der UNO, erhellt Toni Keppler den Hintergrund zur Black-Lives-Matter-Bewegung, während unsere Streitschrift auf Nachbarschaft und kurze Wege setzt. Und wandern gehen wir im kommenden Frühjahr im Schweizer Jura und im Vallemaggia.

In der Frühjahrsvorschau blättern

Neuverfilmung

Romain Garys »Du hast das Leben vor dir«


»The Life Ahead«, die Neuverfilmung von Romain Garys preisgekröntem Roman, hatte am 13. November auf Netflix Premiere. Die mit einem Oscar ausgezeichnete Schauspielerin Sophia Loren ist in der Rolle der Madame Rosa zu sehen, einer Holocaust-Überlebenden, die Kinder von Prostituierten bei sich aufnimmt. Regie führte Edoardo Ponti, Lorens Sohn. Der Trailer verspricht einiges. »Ich habe es geliebt, Madame Rosa zu porträtieren«, so Loren. »Sie ist stark, sie ist zerbrechlich, sie ist eine Überlebende.«

Hier gehts zum Trailer

»Ein reichhaltiges Menü«

»Gruß aus der Küche« auf SRF 2


Die beiden Journalistinnen Rita Jost und Heidi Kronenberg haben Autorinnen, Kolumnistinnen und Historikerinnen zwischen 28 und 80 gebeten, ihren Alltag in Bezug auf das Frauenstimmrecht und das Frausein heute zu erforschen. Eine Anthologie mit Hirn, Witz und Biss, mit Texten von Patti Basler, Silvia Binggeli, Elisabeth Bronfen, Ariane von Graffenried, Elisabeth Joris, Nina Kunz, Fatima Moumouni, Angelika Waldis und vielen mehr. Dazu Illustrationen von Nora Ryser. »Für alle, die einen kurzweiligen Überblick über die Geschichte der Frauenbewegung und der Frauenrechte in der Schweiz suchen und wissen wollen, wo heute noch der Schuh drückt.«

Hier den ganzen Beitrag hören

Cesare Pavese ein Sympathisant des Faschismus?

Reaktion des Verlags auf NZZ-Artikel


In der NZZ vom 26. November werden unserem Autor Cesare Pavese Sympathien für den Faschismus unterstellt. Der Artikel stützt sich weitestgehend auf Vermutungen und Spekulationen der Autorin Franziska Meier. Die Komplexität der literarischen und historischen Zusammenhänge außer Acht lassend, verzerrt er das Bild eines Schriftstellers, dem jede politische Einreihung fremd war. Anlass des Artikels ist die Veröffentlichung des so genannten »Taccuino segreto«, einem Notizbüchlein, in einem kleinen Turiner Verlag – am 70. Todestag Paveses. Die etwa 150 Druckzeilen sind bereits seit 1990 bekannt.

Lesen Sie hier die ganze Reaktion

»Kriegsgeschäfte, Kapital und Kunsthaus«

Studie zur Sammlung Bührle vorgestellt


Die Veröffentlichung des »Schwarzbuch Bührle« löste 2015 nicht nur eine öffentliche Debatte aus, sondern veranlasste Stadt und Kanton Zürich in Hinblick auf die Eröffnung des Erweiterungsbaus des Kunsthauses Zürich eine unabhängige Untersuchung zur Geschichte des Waffenhändlers und Kunstsammlers Emil Georg Bührle in Auftrag zu geben. Anlässlich ihrer Veröffentlichung am 17. November 2020 ordnet Philipp Meier in der NZZ die Bedeutung des Buchs ein: »So folgte 2015 das Schwarzbuch. Der Band, der vom Historiker Thomas Buomberger und vom früheren Vizedirektor des Kunsthauses Guido Magnaguagno herausgegeben wurde, verfehlte sein Ziel nicht, die Debatte um Raubkunst und Fluchtgut im Zusammenhang mit der Bührle-Sammlung neu zu lancieren.«

Studie hier lesen

Dorothee Elmiger empfiehlt:

»Spuren der Arbeit« von Stefan Keller


»Wie es kam, dass der Dichter Hölderlin von Konstanz her durch den Thurgau wanderte, warum die Leute in der Ostschweiz im "elenden Sommer" von 1817 Gras gegessen haben, was es bedeutete, vor 100 Jahren als Dienstmädchen zu arbeiten, zu wohnen, zu schlafen, was junge Männer aus Steckborn, Islikon oder Frauenfeld im 19. Jahrhundert in Südostasien trieben und was mit der Maschinenindustrie in den 1970er-Jahren geschah: Das alles habe ich in Stefan Kellers Reportage gelesen.« Beobachter, November 2020

Zum Buch

»Lettre à G.« – Film über André Gorz

Der Umweltaktivist, Philosoph, Journalist und Autor im Porträt


Der Dokumentarfilm von Pierre-Jean Perrin, Charline Guillaume, Victor Tortora und Julien Tortora, Frankreich 2019, ist nun unter unter dem deutschen Titel »Umdenken! Mit André Gorz zu einer neuen Gesellschaft« mit Untertiteln zu sehen. »Als Journalist hatte er konkrete Problemlösungen für die Reparaturgesellschaft parat, und man ist verblüfft, wie aktuell sich seine Vorschläge in der aktuellen Pandemie lesen. Das gilt für das Gesundheitssystem, das ihn stets interessiert hat, und vor allem für die in Corona­zeiten erzwungene Arbeitslosigkeit. Das von ihm früh propagierte bedingungslose Grundeinkommen bei reduzierter Arbeitszeit wäre da ein Gebot der Stunde: Wir haben da immer noch die Wahl zwischen einem barbarischen und selbstgewählten Weg aus der Krise, die wir noch nicht zum Müßiggang zu nutzen verstehen.« taz

Hier gehts zum Trailer

Kassel liest

Die richtig verstandene Emanzipation


»Cinzia Sciuto hat sich als Journalistin und Redakteurin der italienischen Zeitschrift Micromega einen Ruf als Kämpferin für Laizismus, Bürgerrechte und feministische Anliegen erworben, der sie unverdächtig macht, mit einer Kritik am Multikulturalismus rassistische Ressentiments zu bedienen. Umso provozierender mutet daher ihre Streitschrift gegen eine falsch verstandene Toleranz all denen in linken und liberalen Kreisen an, die seit nunmehr zwei Jahrzehnten eine peinliche Virtuosität an den Tag legen, ihren progressiven Markenkern, nämlich die Kritik an Religionen wie an jeder dogmatisch behaupteten Autorität immer dann zu verleugnen, wenn diese im Gewande kultureller Eigenheiten von Migranten auftreten.(...)«

Ganzen Artikel lesen

Weitwanderweg GTA und der Dreitausender Monviso, der König aus Stein'".

Eine BR-Radiosendung zum Wandern im Piemont


Der große Weitwanderweg GTA und der Dreitausender Monviso, der „König aus Stein“. – »In der Antike galt der 3841 Meter hohe Monviso sogar als höchster Berg der Alpen: Kaum ein anderer Gipfel überragt seine Umgebung derart hoch und eindrucksvoll wie dieser graubraune Felsklotz in den Südalpen. Von der Poebene aus wirkt es so, als ob der Monviso praktisch unmittelbar über das Flachland aufsteigt. Und der Po, Italiens größter Fluss, entspringt am Fuß des Berges, dort, wo sich mit dem Pian della Regina und dem Pian del Re, die Ebene der Königin und des Königs befinden. (...) «

Hier die ganze Sendung hören

Podiumsdiskussion bei Kosmopolitics

»Die Service-public-Revolution«


In ihrem Buch treten Beat Ringger und Cédric Wermuth an, die Brücke zu schlagen zwischen konkreter Politik, sozialen Bewegungen und gesellschaftlicher Transformation. An der Buchvernissage wurden sie von der Juso-Präsidentin Ronja Jansen und dem Klima-Aktivisten Jonas Kampus herausgefordert. Hält das Buch, was es verspricht?

Zur Podiumsdiskussion

»Große Wohnbaukonzerne müssen enteignet werden«

Ernst Hubeli im Interview mit dem Tages-Anzeiger


»Wenn der Wohnungsmarkt die Grundversorgung "Wohnen" nicht garantieren kann, ist er in meinen Augen verfassungswidrig – das ist die Berliner Lektion. Es geht nicht um die Enteignung kleiner Eigentümer, sondern um Konzerne ab 3000 Wohnungen. Angesichts der aktuellen Mietmisere ist es bei Eigentumsfragen ja zu einer Entideolisierung dieses Themas gekommen (...). 75 Prozent der Berliner, die Enteignungen zustimmen, könnnen ja nicht als linksradikal bezeichnet werden.«

Zum Interview

Sorge dich nicht, bade!

Fabio Andinas »Tage mit Felice« im Spiegel


»Was sollen die Bewohner einer technisierten, komplexen, von Bedrohungen verdüsterten Gegenwartswelt von einem 90-jährigen Sonderling lernen, der seinen Ofen mit getrockneten Kuhfladen heizt und in jedem Kraut am Wegesrand eine Zutat für seine Minestrone entdeckt? Der Tessiner Lebenskünstler Felice maßt sich nicht an, ein Prophet zu sein. Aber er verblüfft und verzaubert die Menschen durch Selbstgenügsamkeit und einen knorrigen Charme.« Wolfgang Höbel, Der Spiegel

Hier geht's zum Artikel (Abo)

Die nächsten Veranstaltungen

»Die Fallen des Multikulturalismus« - Vortrag von Cinzia Sciuto

Donnerstag, 21.1.2021, 12:00 – 12:00 Uhr
Zoomveranstaltung

Information und Link zur Veranstaltung folgen.

Daniela Schwegler liest in Neuenkirch

Samstag, 20.2.2021, 19:00 – 20:30 Uhr
Kleinbühne Neuenkirch

Daniela Schwegler liest aus Himmelwärts. Bergführerinnen im Porträt, mit Foto-Show. Weitere Infos gibt es hier.

Daniela Schwegler liest in Sarnen - mit Fotoshow

Dienstag, 30.3.2021, 20:00 – 21:30 Uhr
Kantonsbibliothek Obwalden, Sarnen

Lesung aus Himmelwärts. Bergführerinnen im Porträt mit Foto-Show – mit Bergführerin Angelina Huwiler. Weitere Infos folgen hier.

Newsletter

Unser Newsletter hält Sie über das Geschehen rund um unsere Bücher und Autoren auf dem Laufenden.

Rotpunkt-Aktien

Werden Sie MiteigentümerIn!


Mit einer Beteiligung am Aktienkapital des Rotpunktverlags tragen Sie zur Sicherung der verlegerischen Kontinuität bei. Gern beantworten wir Ihre Fragen oder senden Ihnen weiteres Informationsmaterial.

Weitere Informationen anfragen

Ihre Rückmeldungen zu unseren Wanderbüchern!

Wanderweb-Forum


Sie planen eine Wanderung und haben eine Frage an andere Wanderer? Sie haben unterwegs eine Änderung festgestellt? Nutzen Sie das Forum für Ihre Rückmeldungen!

Zum Forum

Unsere beliebtesten Bücher