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»Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Schriftsteller sich hinter seinem Schreibtisch verschanzt und seine Ideen aufschreibt, während zwanzig Millionen Menschen auf der Straße demonstrieren und für Freiheit kämpfen.« Alaa al-Aswani, Autor von *Der Jakubijân-Bau*

256 Seiten, 20.4 × 13.5 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-85869-536-9, 1. Auflage

Mit farbigem Bildteil
Dieser Titel ist auch als E-Book erhältlich

Erschienen am 01.04.2013

Literatur der Rebellion

Ägyptens Schriftsteller erzählen vom Umbruch


EUR 29,00 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Susanne Schanda porträtiert ägyptische Autorinnen und Autoren als Aktivisten für Freiheit und Demokratie und zeigt, wie sie mit ihrem Schreiben die Bereitschaft für eine Revolte seit Jahren genährt haben. In einer Zeit des politischen Stillstands sprengten sie Tabus, demaskierten Scheinheiligkeit und Korruption und mokierten sich über die Geistlosigkeit des Regimes. Der Bestsellerroman Der Jakubijân-Bau von Alaa al-Aswani löste 2002 einen Boom aus: Das Lesen von Romanen – bisher eine Angelegenheit von Intellektuellen – wurde seitdem innerhalb einer breiteren gesellschaftlichen Schicht immer populärer. Neue Bücher wurden in den sozialen Medien, unabhängigen Zeitungen und Straßencafés diskutiert. Die öffentlichen Debatten befeuerten die Kritik am Regime und halfen mit, den Boden für den Umsturz vorzubereiten. Als Seismografen der ägyptischen Gesellschaft haben die Autorinnen und Autoren in ihren Werken bereits Jahre zuvor eine von Wut aufgeladene Atmosphäre spürbar gemacht.
16 Schreibende aus mehreren Generationen, unter ihnen Chalid al-Chamissi, Nawal al-Saadawi, Baha Taher, Ahdaf Soueif und Youssef Rakha, äußern sich in diesem Buch über Selbstzensur, Zivilcourage und die Funktion des Schreibens für Emanzipation und gesellschaftlichen Wandel.

Susanne Schanda, in Geldrop (Niederlande) geboren, wuchs in Bern auf, wo sie 1989 ihr Studium der Germanistik und Philosophie abschloss. Als Journalistin beschäftigt sie sich seit 15 Jahren intensiv mit dem Nahen Osten. Während zahlreicher längerer Aufenthalte in Ägypten hat sie als Übersetzerin und Moderatorin bei Radio Kairo gearbeitet und als Kennerin der Literaturszene Podiumsgespräche mit ägyptischen Autoren geleitet. Sie ist freie Mitarbeiterin für die Neue Zürcher Zeitung, die NZZ am Sonntag, Schweizer Radio SRF2 u.a.

»Ein vielstimmiger, vielschichtiger Versuch, die Revolution aus einer gesellschaftlichen Perspektive zu begreifen, und zugleich eine lesenswerte Tour d'Horizon durch die (progressive) Literaturlandschaft Ägyptens – kulturell immer noch eines der Schwergewichte der arabischen Welt.«

Christian Meier, NZZ

»Schanda vermittelt die um Literatur und Gesellschaft kreisenden Themen in einem fast schon narrativen Stil. Wie sie Autoren vom Umbruch 2011 erzählen lässt, wirkt authentisch und glaubhaft.«

Ute Evers, neues deutschland

»Literatur versteht Susanne Schanda als Frühwarnsystem und Seismograf der gesellschaftlichen Zustände und Veränderungen. Im Rückblick wird ihr klar, wie literarische Erschütterungen bei der apolitisch und resigniert wirkenden Bevölkerung die Bereitschaft zur Rebellion wecken halfen.«

Alexander Sury, Tages-Anzeiger

»Susanne Schanda zeichnet ein so reiches wie diverses Bild der ägyptischen Autorinnen und Autoren. Sie gibt spannende Einblicke in deren Biografien, die manchmal unterschiedlicher nicht sein könnten, sie macht Lust auf die Lektüre eines wahren Füllhorns an Romanen und Erzählungen, und sie zeigt auf, wie in einem Land, in dem noch heute ein Drittel der Bevölkerung weder lesen noch schreiben kann, die Literatur beigetragen hat zu einem der bislang größten Umbrüche in der arabischen Welt. Unbedingt empfehlenswert.«

Franziska Hirsbrunner, SRF2

»Schanda hat ein wirklich spannendes Buch geschrieben, das Lust darauf macht, die seit 2011 auch vielfach auf Deutsch und Englisch erschienenen Romane der Schriftsteller_innen zu lesen, die es vermochten, der ägyptischen Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten.«

Ines Weber, Portal für Politikwissenschaften