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2013 war Marseille Kulturhauptstadt Europas. Frankreichs älteste Stadt wird erneuert – und fasziniert nach wie vor.

304 Seiten, 20.4 × 13.5 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-85869-535-2, 1. Auflage

Mit historischen Bildern, Farbfotos von Orlando Piña
Dieser Titel ist auch als E-Book erhältlich

Erschienen am 01.03.2013

Marseille

Porträt einer widerspenstigen Stadt

Fotos von Orlando Piña

EUR 29,90 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Für 2013 hat sich Marseille herausgeputzt, und ein urbanistisches Erneuerungsprogramm soll Frankreichs älteste Stadt für ihre postindustrielle Karriere als Business-Standort rüsten.
Marseille jedoch spielte immer eine besondere Rolle unter Frankreichs großen Städten. Sie verteidigte ihre Eigenständigkeit und wehrte sich gegen Zugriffe des Zentralstaats. Dafür wurde sie auch mehrmals hart bestraft.
Das Buch beschreibt die große Bedeutung des Marseiller Hafens als Durchgangsstation für Waren und Reisende, Ein- und Auswanderer, Kolonialbeamte, Truppen- und Fluchtbewegungen. Wellen von Immigranten haben das Bevölkerungsgemisch dieser Stadt hervorgebracht: Korsen, Italiener, Griechen, Armenier, Maghrebiner, Pieds-noir und Komorer. Auch Deutsche hatten mit dieser Stadt zu tun – als neugierige Literaten wie Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Siegfried Kracauer, Walter Benjamin, Kurt Tucholsky u.a., als antifaschistische Flüchtlinge oder als Besatzer im Zweiten Weltkrieg.
Dass die zentralen Viertel von Marseille noch heute von Immigranten und kleinen Leuten bewohnt sind, passt der aktuellen Stadtpolitik nicht ins Konzept. Ob aber die »Normalisierung« gelingt, ist nicht sicher in dieser Stadt, in der die Dinge selten liefen wie geplant.

Günter Liehr, geboren 1949 in Göttingen, Germanistikstudium, Journalist und Schriftsteller. Bis 2009 war er Redakteur bei Radio France Internationale. Zweimal wurde er mit dem Deutsch-Französischen Journalistenpreis ausgezeichnet (2002 und 2005). Er lebt in Paris und Marseille.

»Ein kluges und detailreiches, ebenso belesenes wie spannend zu lesendes ›Porträt einer widerspenstigen Stadt‹.«

Volker Breidecker, Süddeutsche Zeitung

»Eine fundierte Stadtgeschichte«

Knut Henkel, taz.de

»Eine sachkundige und dabei anschaulich geschriebene Darstellung zur Geschichte, Architektur und Soziologie der ältesten Stadt Frankreichs. Wer nach Marseille fährt, sollte das Buch im Gepäck haben.« Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ja, man möchte sofort losfahren. Mit diesem Buch unterm Arm, auf der Suche nach den vielen Gesichtern, Gerüchen und Geräuschen Marseilles.«

Ute Evers, Neues Deutschland