200 Jahre Unabhängigkeit, 100 Jahre Revolution – wo steht Mexiko heute? Eine Bestandsaufnahme in der bewährten Art unserer Länderbücher.

288 Seiten, 20.4 × 13.5 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-85869-427-0, 1. Auflage

Mit zwei Bildteilen

Erschienen am 01.08.2010

Mexiko – das Land und die Freiheit

EUR 26,00 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

2010 feiert das offizielle Mexiko nicht nur den Bicentenario, den Beginn der Unabhängigkeitskämpfe vor 200 Jahren, sondern auch den Auftakt der mexikanischen Revolution vor 100 Jahren. Letzteres ist für die konservative Regierung unter Felipe Calderón weit schwieriger zu feiern. Die beiden großen Projekte dieser Kämpfe in der Vergangenheit, Freiheit und Gerechtigkeit, sind uneingelöste Versprechen geblieben.
Für die Autorin ist das Doppeljubiläum Anlass, vom Traumland Mexiko im 21. Jahrhundert zu erzählen: von seinen Kämpfen und Traumata, seinen Paradoxien und seinem oft surrealen Alltag. Jenseits der üblichen Folklore werden Bilder eines Landes in Bewegung skizziert: von Ciudad Juárez, Schauplatz der brutalen Eskalation des aktuellen Drogenkrieges, über die Kulturmetropole Oaxaca, Schauplatz gelebter Multikulturalität und selbstbewusster indigener Völker, bis in die mexikanische Hauptstadt. Mexiko-Stadt ist ein erstaunlicher Ort, an dem mitten im urbanen Kollaps Zivilität und öffentliches Leben gedeihen – Alltag statt Apokalypse. Die Rede ist auch vom Niedergang des politischen Machismo und vom Aufstieg mächtiger Frauen, von Grenzgängern und Grenzüberschreitungen. Und nicht zuletzt von einem Mexiko, das sich in der Erinnerung – allem Identitätskitsch zum Trotz – immer wieder neu erfindet.

Anne Huffschmid, geboren 1964, lebt als Autorin und Kulturwissenschaftlerin in Berlin. Sie arbeitete viele Jahre als Korrespondentin der tageszeitung und freie Autorin, u.a. für die Wochenzeitung und NZZ, in Mexiko. Publikation mehrerer Bücher über Mexiko und die Zapatistenbewegung. Zurzeit arbeitet sie am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin über die Gegenwart politischer Erinnerung in lateinamerikanschen Megastädten.

»Das Buch überzeugt als eine facettenreiche Einführung in die mexikanische Gesellschaft. Insbesondere die biographischen Anekdoten und die vielen persönlichen Berichte unterschiedlicher MexikanerInnen vermitteln vielfältige Blickwinkel auf das Land. Insgesamt nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam.«

Oana Lefticariu, Informationsstelle Lateinamerika e.V.

»Diese ›Liebe‹ führt aber nicht zu der sprichwörtlich daraus folgenden Blindheit, sondern im Gegenteil zu einer Schärfe des Urteils, die dieses Buch - soweit ich sehe - zum Besten macht, was seit Längerem über die aktuelle - sogar für Lateinamerika - äußerst undurchsichtigen Situation erschienen ist.«

Joachim Bahler, ekz.bibliotheksservice

»Mexiko - das Land und die Freiheit ist mit den vielen Momentaufnahmen, Stimmungsbildern und Eindrücken gut zu lesen und auf wohltuende Weise nicht mit Fakten überladen. Ein schönes Intermezzo schaffen zwei Fotodokumentationen, welche jenseits von platter Folklore auch einen visuellen Eindruck des Landes geben.«

 Simon Blaser, Amnesty International Magazin