»Was für Galbraiths Argumentation spricht, ist der gesunde Menschenverstand. Seine Gedanken sind klug auf den Punkt gebracht, seine Aussagen seriös belegt. Empfehlenswert.« www.getAbstract.com

304 Seiten, 20.4 × 13.5 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-85869-691-5, 1. Auflage

Dieser Titel ist auch als E-Book erhältlich

Erschienen am 10.05.2016

Wachstum neu denken

Was die Wirtschaft aus den Krisen lernen muss

Aus dem Englischen von Peter Stäuber
EUR 32,00 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 streiten zwei ökonomische Denkschulen, zuletzt im Fall Griechenlands, über die »richtige« Lösung: sparen oder investieren? Beide Ansätze, so James K. Galbraith, sind falsch, denn beide basieren auf der Annahme einer Normalität aus Wachstum und Vollbeschäftigung, in welcher Krisen nur eine temporäre Ausnahme darstellen. In seinem aktuellen Buch setzt der renommierte US-amerikanische Wirtschaftsprofessor die jüngste Krise in einen größeren zeitlichen Rahmen – vom Nachkriegsboom über die Dotcom-Blase bis hin zum Immobiliencrash – und zeigt, dass der Wachstumsglaube de facto ein historischer Irrtum ist. Schon längst sind die Ausnahmen die eigentliche Regel.
Es ist endgültig an der Zeit, umzudenken, denn eine Rückkehr zur Normalität wird es nicht geben. Wechselhafte und instabile Energiepreise, eine zunehmend unsichere globale Sicherheitslage, der technologische Wandel im Zuge der Digitalisierung und vor allem die Betriebsstörung im internationalen Finanzsystem sorgen für dauerhaft turbulente Verhältnisse. Die globale Wirtschaft und mit ihr die Politik sollten sich auf diese Verhältnisse einstellen und lernen, ihnen klug zu begegnen.

James K. Galbraith, geboren 1952, Sohn von John Kenneth Galbraith, ist Wirtschaftsprofessor an der University of Texas in Austin. Er gehört zu den schärfsten Kritikern der amerikanischen Wirtschaftspolitik, schreibt u. a. für The Nation und The Progressive und ist Autor von mehreren Büchern über Finanzwirtschaft und ökonomische Ungleichheit.

»Galbraiths Beitrag zur Bewältigung der globalen Wirtschaftskrise ist erfrischend und setzt dort an, wo es am nötigsten ist: beim Wachstum. Das ist radikal, aber ehrlich.«

Saldo

»Galbraith sagt es nüchtern: Die globale Dimension der Krise lässt sich nicht mehr national lösen. Was dann kommt, wirkt auf europäische Leser erstaunlich. James Galbraith wirbt – und nimmt dabei Anleihen bei den Ideen seines Vaters – für institutionelle Reformen, die eine Art Basisökonomie und ein langsames aber stetes Wachstum garantieren sollen.«

Volker Finthammer, Deutschlandradio Kultur