»Mein Name ist Clara Bergman, achtunddreißig, beruflich erfolgreich, ledig, seit Jahren in einer festen Partnerschaft, zwei Hunde, frisch renoviertes Haus. Die perfekte Besetzung für die neue Sparkassenwerbung.«
Doch nach zwei Fehlgeburten und der Diagnose, dass sie keine Kinder mehr bekommen kann, steht Clara vor einem Scherbenhaufen:
»Mir ist nicht danach zu reden. Oder zum einhundertsten Mal zu erklären, warum ich mein Leben nicht mehr im Griff habe. Mir ist nach nichts zumute. […] Über Babys kann ich schon gar nicht reden. Noch nicht mal an sie denken.«
Mit diesen Passagen aus dem Buch »Jetzt bloß nicht heulen« sind wir bereits mitten drin in der Geschichte. Die Autorin, Katrin Müller, nimmt uns mit in den Klinikalltag, wo Clara Zugang zu ihrer Trauer finden und trauern dürfen soll. Ein schwieriger Prozess, denn es gibt keine Erinnerungen, nur verlorene Träume und in gewisser Weise auch eine verlorene Zukunft.
Trotz des traurigen Inhalts macht dieser ergreifende Roman ein einzigartiges Geschenk her, denn zu dieser doch so wichtigen Thematik gibt es bislang kaum literarische Werke.