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»[Er] hat niemandem etwas zuleide getan. Es gibt keine Opfer. Nicht einmal die Staatsanwältin behauptet, es gebe Geschädigte. Und dennoch trägt er nun einen behördlich verpassten Stempel.« Das Magazin

288 Seiten, 13.5 × 20.4 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-85869-583-3, 1. Auflage

Dieser Titel ist auch als E-Book erhältlich

Erschienen am 15.03.2014

Aktion S.

Eine Hetzjagd nimmt ihren Lauf


EUR 30,50 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Am 7. Juli 2009 frühmorgens klingelt es an der Wohnungstüre von S. Draußen steht die Polizei und begehrt Einlass. Auf dem Hausdurchsuchungsbefehl steht »Pornografie etc.«. Die Wohnung wird durchwühlt. S. wird abgeführt. Einen konkreten Grund gibt es nicht. Stattdessen der unausgesprochene Verdacht: Das ist einer…
S. ist Deutschlehrer an einem Gymnasium in der Stadt Zürich. Er hat mit seinen 14- und 15-jährigen Schülern und Schülerinnen Texte der Weltliteratur gelesen, darunter Frank Wedekinds Frühlings Erwachen. Diese Texte werden nun zum Corpus Delicti. Dazu Aktfotografien, die der Lehrer vor Jahren für private Zwecke aus dem Internet heruntergeladen hat. Die Denunziation ist von der Mutter einer Schülerin ausgegangen und eins zu eins als Anklage übernommen worden; die Staatsanwaltschaft hat den inkriminierten Unterricht niemals untersucht, stattdessen den Fall über Jahre verschleppt. Ein Justizskandal? Oder vielmehr eine skandalöse Normalität?
S. ist Daniel Saladin, der Autor dieses Buches. Er beschreibt, was ihm widerfahren ist, und stellt diese Erfahrung in einen zivilisationskritischen Rahmen. Das Buch ist auch eine Reflexion über Hetzszenarien, Justiz und Pornografie.

Daniel Saladin, geboren 1963, unterrichtete Deutsche Literatur, Linguistik, Philosophie, Theater und Film. Reisen nach Indien (Gastdozent an der Rajasthan State University Jaipur 2004/05) und nach Georgien. Daniel Saladin lebt mit Frau und Tochter in Norddeutschland.

»Was eine Schnellschuss-Justiz anrichten kann, wie sie einbricht in das Leben eines gebildeten, belesenen, kritischen Staatsbürgers, wie sie ihn ohne jeden strafrechtlich haltbaren Grund aus der Bahn wirft, wie sie sein Leben zerstört – in diesem Buch kann man es lesen. Eine Hetzjagd ist ein Buch auch über die strafrechtliche Hysterie, die die Wörter ›Pornografie‹ und ›Pädophilie‹ heute auslösen können.«

Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung