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Als den »größten bewaffneten Raub des 20. Jahrhunderts« bezeichnet der palästinensische Intellektuelle Azmi Bishara die Nakba.

384 Seiten, 20.4 × 13.5 cm, Broschur
ISBN 978-3-85869-444-7, 1. Auflage

Book on Demand Mit zahlreichen historischen Fotos
Dieser Titel ist auch als E-Book erhältlich

Erschienen am 15.01.2012

Nakba – die offene Wunde

Die Vertreibung der Palästinenser 1948 und ihr Folgen


EUR 26,00 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

»Wir müssen alles tun, um sicherzugehen, dass sie [die Palästinenser] niemals zurückkommen… Die Alten werden sterben, die Jungen werden vergessen.« Dies notierte ­Israels Staatsgründer David Ben Gurion am 18. Juli 1948 in seinem Tagebuch. Und so erhoffen es viele israelische Politiker auch heute noch. Doch die palästinensischen Flüchtlinge, die Marlène Schnieper in diesem Buch über die Nakba porträtiert, haben nicht vergessen und werden nicht vergessen.
Nakba, das ist die alles umstürzende Katastrophe, die über die arabischen Einwohner des historischen Palästinas kam, als in einem Teil dieses Territoriums der jüdische Staat gegründet wurde. Zerstört wurden Dörfer, Städte und eine in mancher Hinsicht blühende Kultur. Ersatz ist nicht in Sicht. Das offizielle Israel mag diese Umstände verharmlosen – die Katastrophe ist bis heute nicht verwunden. Sie prägt das Leben der Betroffenen und ihrer Nachkommen.
Marlène Schnieper hat mit Vertriebenen und deren Angehörigen gesprochen und ihr Schicksal aufgeschrieben. Dazu liefert sie geschichtliche Hintergründe, webt Sequenzen aus dem heutigen Alltag in Israel und den Palästinensergebieten ein und resümiert neueste Forschungsergebnisse zur Wahrnehmung des Konflikts. Entstanden ist so ein Standardwerk zur Nakba und deren Folgen.

Marlène Schnieper, 1946 geboren, stammt aus Sursee LU. Als Journalistin hat sie sich immer wieder in spannungsgeladenem Terrain bewegt – im Iran, im Kaukasus und auf dem Balkan. Als diplomatische Korrespondentin des Tages-Anzeigers beobachtete sie die Kriegsverbrecherprozesse in Den Haag. 2006 bis 2008 berichtete sie für die gleiche Zeitung aus Israel und den Palästinensergebieten. Heute arbeitet sie als freischaffende Nahostkorrespondentin.

»Umfassende Literaturerkenntnis, empathische Gesprächsführung und eine souveräne Beherrschung der in der wissenschaftlichen Oral History entwickelten Methode machen das Buch zu einer spannenden, ungewöhnlich informativen und für alle Nahost-Interessierten unverzichtbaren Lektüre.«

Peter Blastenbrei, Titel Kulturmagazin

»Das Buch macht noch einmal schlaglichtartig deutlich, wie eng die Nakba mit europäischer Geschichte zusammenhängt und wie aus einem Volk mit Land ein Volk ohne Land geworden ist. Ohne eine Aufarbeitung der Folgen der Nakba, d.h. der Vertreibung der ursprünglichen Bewohner Palästinas, wird es keinen dauerhaften Frieden in der Region geben [...]. Marlène Schnieper gebührt Dank, dass sie der palästinensischen Sichtweise auf überzeugende Weise eine Stimme verliehen hat, welche die Europäaer zur Kenntnis nehmen sollten.«

Ludwig Watzal, NZZ

»Die Journalistin Marlène Schnieper hat mit Nakba ein Buch zur Verliererseite des ersten israelisch-arabischen Krieges geschrieben, das mit Mythen aufräumt. Nakba fußt als Geschichtswerk auf Gesprächen mit Historikern beider Seiten, die große Leistung sind indes die reflektiert eingeordneten Erinnerungen der Zeitzeugen von 1948/49, die Oral History der vertriebenen Palästinenser. Gründlich recherchiert, emphatisch aufbereitet.«

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