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»Serge schreibt in der Verpflichtung, denen eine Stimme zu geben, die stumm sind oder zum Schweigen gebracht wurden.« Susan Sontag

288 Seiten, 20.4 × 12.5 cm, Gebunden
ISBN 978-3-85869-610-6, 1. Auflage

Dieser Titel ist auch als E-Book erhältlich

Erschienen am 24.09.2014

Schwarze Wasser

Roman

Aus dem Französischen von Eva Moldenhauer

EUR 22,90 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Michail Iwanowitsch Kostrow, Professor für »historischen Materialismus« in Moskau, wird wegen falscher Gesinnung verhaftet. Er durchläuft die verschiedenen Stationen des stalinistischen Repressionsapparats und landet schließlich in dem entlegenen Ort Schwarze Wasser in der Verbannung. Hier trifft er auf eine Gruppe von Oppositionellen.
Der atemlos geschriebene Roman ist eine Fiktion, aber genährt durch fürchterliche Realitäten, aus Erfahrungs- und Erinnerungsbruchstücken der deportierten linken Opposition. Trotz der Hoffnungslosigkeit der Situation überdauern die Protagonisten – dank einer menschlichen Wärme im Grauen der Denunziationen, dem Sternenhimmel, der Weite der Landschaft und der kurzen Liebe.
Serges Roman von 1939 macht vor Koestler und lange vor Solschenyzin das Leben in den sowjetischen Straflagern zum Thema – ein Stück ergreifender Weltliteratur, das in der Übersetzung von Eva Moldenhauer nun erstmals auf Deutsch vorliegt.

Victor Serge, geboren 1890 in Brüssel, war russischer Revolutionär und Schriftsteller. Er schloss sich 1919 den Bolschewiki an und arbeitete später als Journalist, Verleger und Übersetzer für die Komintern. 1933 wurde er nach Orenburg (Ural) verbannt; 1936 dank einer internationalen Solidaritätskampagne freigelassen. Serge verließ die Sowjetunion und floh 1941 aus Marseille nach Mexiko, wo er 1947 starb. In seinen letzten zehn Lebensjahren entstanden sieben Romane, die inzwischen international als Klassiker gelten.

»Wie Serge von den Menschen und ihrem Miteinander unter extremen Bedingungen erzählt, das ist wahrlich große Literatur, die Wärme um das Herz des Lesers legt.«

Jörg Aufenanger, Berliner Zeitung

»Bei dem Roman Schwarze Wasser von Victor Serge vergingen von der Veröffentlichung des französischen Originals bis zur deutschen Übersetzung fast 80 Jahre. Und das, obwohl der knapp dreihundertseitige, politisch explizite und stilistisch ungemein dichte, stellenweise poetische Roman durchaus eine literarische Sensation ist, handelt es sich doch um eine der ersten literarischen Auseinandersetzungen mit stalinistischer Repression und Verbannung – wohlgemerkt aus kommunistischer Perspektive.«

Florian Schmid, Neues Deutschland

»Serges Roman Schwarze Wasser stellt eine unschätzbare Lektüre dar, wenn es um das Verständnis des Stalinismus geht.«

Micha Brumlik, taz, tageszeitung