Auswege aus dem Krisenmodus

216 Seiten, 16.8 × 10.7 cm, Broschur
ISBN 978-3-85869-892-6, 1. Auflage

Dieser Titel ist auch als E-Book erhältlich

Erschienen am 26.08.2020

Die Service-public-Revolution

Corona, Klima, Kapitalismus - eine Antwort auf die Krisen unserer Zeit

EUR 15,00 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Die Coronakrise hat praktisch über Nacht alte Sicherheiten infrage gestellt. In ungeahnter Deutlichkeit ist offensichtlich geworden, wie krisenanfällig unser System ist und wie verletzlich nicht nur die »Schwachen«, sondern auch die vermeintlich »Starken« sind.

Beat Ringger und Cédric Wermuth erheben leidenschaftlich die Stimme gegen eine Politik, die sich unfähig zeigt, den inzwischen mannigfachen Krisen unserer Zeit zu begegnen: Klima, Ungleichheit, Care. Sie stellen dem Nihilismus des Profits die Perspektive einer Care-Gesellschaft entgegen. Dafür entwerfen Ringger und Wermuth einen realistischen und zugleich kühnen Plan: die Service-Public-Revolution. Denn die Covid-19-Pandemie deckt auf, wie brüchig Gesundheitsversorgung und Existenzsicherung in vielen Ländern sind. Nur wenn wir die Reichtümer dieser Welt drastisch rückverteilen und die zentralen Infrastrukturen unserer Gesellschaft der destruktiven Profitlogik entziehen, können wir dem permanenten Krisenmodus entkommen. Die notwendigen Schritte auf diesem Weg zeigt dieses Buch.

Beat Ringger, 1955, ist Geschäftsleiter des Denknetzes und Publizist. Ringger war Systems Engineer bei IBM und Zentralsekretär der Service-Public-Gewerkschaft VPOD. Wichtige Publikationen: Maßt euch an! (2011), Das System Change Klimaprogramm (2019).

Cédric Wermuth, 1986, ist ausgebildeter Politikwissenschaftler und seit 2011 Nationalrat für die Sozialdemokratische Partei. Er arbeitet als Strategie- und Kommunikationsberater für Nichtregierungsorganisationen. Gemeinsam haben Ringger und Wermuth 2018 den Sammelband MarxnoMarx herausgegeben.

»Kapitalistisch kann die Welt nicht bleiben. Das wird plausibel.«

Hans Steiger, p.s.

»Richtig interessant ist aber, was Cédric Wermuth und der langjährige Gewerkschaftssekretär als Transformationsprojekt vorschlagen und was die Arbeit der neuen SP-Vorsitzenden inhaltlich begleiten dürfte. In ihrem Buch »Die Service-public-Revolution« entwickeln Wermuth und Ringger eine Gegenbewegung zum Kapitalismus. (...) Konkreter Ansatzpunkt für ihre ökologisch-feministisch-soziale Ökonomie der Sorge ist der Service public, also die öffentliche (und demokratisch kontrollierte) Befriedigung menschlicher Bedürfnisse. Die Ausweitung dieser nicht warenförmigen Gemeingüter sei das entscheidende Instrument emanzipatorischer Politik.«

Raul Zelik, Wochenzeitung WOZ

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Blogbeiträge zum Buch

  • Der entschleiernde Charakter der Coronakrise

    Hans Schäppi / 11. November 2020 / 0 Kommentare

    Ein wichtiges Merkmal der Coronakrise ist ihr entschleiender Charakter. Sie hat die gesellschaftliche Ungleichheit nicht geschaffen, sie verschärft sie aber zunehmend und macht sie unübersehbar. Der e...

  • Dieser programmatische Fokus liegt richtig

    Rudolf Strahm / 15. September 2020 / 0 Kommentare

    Um eine summarische Beurteilung des Buchs Die Service-public-Revolution gleich vorwegzunehmen: Dieses Buch ist lesenswert. Der zweite und dritte Teil ist neu, originell und auf jeden Fall meinungsbild...

  • Service-Public? Ja. Revolution?

    Jonas Kampus / 31. August 2020 / 2 Kommentare

    Beat Ringger und Cédric Wermuth beginnen ihr Buch gleich mit einer Abhandlung über die grossen Themen unserer Zeit: Corona-Krise, Klimakrise, Care-Krise, Umverteilung von Süd nach Nord und von unten n...