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Tod in Sanremo – Melodrama im Showbusiness.

276 Seiten, 20.4 × 12.5 cm, Broschur
ISBN 978-3-85869-269-6, 2. Auflage
Erschienen am 10.03.2004

Ciao amore, ciao


EUR 23,50 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Als sich die erfolgverwöhnte Pariser Schlagersängerin Iolanda und der italienische Protestsänger Luigi Mai Mitte der Sechzigerjahre in Rom kennen lernen, ist es Liebe auf den ersten Blick.
Am legendären Schlagerfestival von Sanremo wollen die beiden gemeinsam den großen Coup landen. Der erste Preis ist der franco-italienischen Diva und dem renommierten Cantautore so gut wie sicher. Doch es kommt anders anders: das Stück fällt komplett durch, und noch in derselben Nacht nimmt sich Luigi Mai das Leben…
Der Autor orientiert sich stark an den Biografien der Sängerin Dalida (1934-1987) und des Liedermachers Luigi Tenco (1938-1967), dessen unerwarteter Selbstmord in Sanremo bis heute die Gemüter bewegt.
Der Roman ist eine Annäherung an das zeitlose Phänomen der Diskrepanz zwischen Sein und Schein, zwischen Authentizität und Inszenierung an. Die Erfolgssängerin italienischer Abstammung, die ihre ganze Jugend in Ägypten verbracht hat, baut ihre Karriere auf einer künstlichen Italianità auf, die ihr in Paris von rührigen Produzenten verpasst wird. Beruflich äußerst erfolgreich mit ihrem Image als Italienierin, scheitert sie privat bei jedem Versuch einer realen Annäherung an Italien. Es geht um Identität und kulturelle Wurzeln, um Erfolg und Misserfolg, aber auch um die Gegensätze zwischen Unterhaltungsindustrie und Protestkultur.
Ciao amore, ciao – der vierte Roman von Franco Supino – entstand unter anderem während Aufenthalten als Stipendiat im Schriftstellerhaus Stuttgart und als Stadtschreiber in Rottweil.

Franco Supino, geboren 1965 in Solothurn, wuchs als Kind italienischer Eltern zweisprachig auf. Studium der Germanistik und Romanistik in Zürich und Florenz. Heute lebt er in Solothurn und unterrichtet an der Pädagogischen Fachhochschule. Franco Supino erhielt zahlreiche Preise, u.a. den Preis für Literatur des Kantons Solothurn 2001.