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»Ich möchte so gern einmal eine große Wanderung mit Dir unternehmen. Bin dann einverstanden mit allen Strapazen, auch mit dem Armsein. Machst Du mir dieses Geschenk, sag, Maurice?«

120 Seiten, 19.0 × 12.0 cm, Gebunden
ISBN 978-3-85869-458-4, 1. Auflage

Mit historischen Fotos und einer Einladung zum Nachwandern von Andreas Weissen

Erschienen am 10.09.2011

Von der Rhone an die Maggia

Erzählung einer Wanderung

Aus dem Französischen von Hilde Fieguth
Fotos von Manfred Imhof
Nachwort von Andreas Weissen

EUR 18,50 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Im August 1954 hat Corinna Bille mit ihrem Mann Maurice Chappaz und dem zehnjährigen Sohn Blaise eine Wanderung von der Rhone an die Maggia unternommen – und sie zu einem literarischen Bijou verarbeitet. Aufbrechend im Wallis überschreiten die Wanderer während ihrer Reise auf den Spuren der Walliser Auswanderer und zu den Walser Siedlungen drei Pässe, durchqueren das norditalienische Val Formazza und gelangen nach fünf Tagen schließlich in das im Tessin liegende und dennoch walliserische Dorf Bosco Gurin.
Durch Corinna Billes poetische Beschreibungen erscheinen vor unserem inneren Auge die Rhone in Fiesch, das herrschaftliche Dorf Ernen, Binn und die Kristalle im Binntal, die alten Passwege, die atemberaubende Aussicht auf Täler und Seen. Wir erfahren von den Mühen des Auf- und des Abstiegs, aber auch von den Glücksgefühlen beim Zubereiten der Mahlzeit im Freien, dem Übernachten bei Hirten und Bauern. Und dem Unterwegssein in der Abgeschiedenheit: »Das Tessin! Wir hatten zwei Grenzen überschritten, ohne einem einzigen Zöllner zu begegnen.«
Der Anhang von Andreas Weissen bietet detaillierte Angaben zur heutigen Route, Vorschläge für Tagesetappen und Übernachtungsmöglichkeiten.

S. Corinna Bille (1912–1979), Tochter eines Malers und einer Bergbäuerin, beschließt mit fünfzehn, Schriftstellerin zu werden. Nach Schuljahren in einem Internat in der Zentralschweiz, »Lehrjahren« in Paris und Zürich führt sie ein Nomadenleben in Walliser Weilern, gemeinsam mit anderen Künstlern. Darunter Maurice Chappaz, den sie 1947 heiratet. Veröffentlichung von Prosa und Lyrik. 1975 wird sie für ihre Erzählungen mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Die Natur in Verbindung mit der sinnlichen Körperlichkeit der Liebe zählt zu ihren Hauptmotiven.

»Eine zauberhafte kleine Reisebeschreibung«

Uwe Grosser, Heilbronner Stimme

»Zwischen Emphase und Pathos schildert sie ihre Erschöpfung, die Augenblicke, ›wo der müde Wanderer Körper, Welt und Stunde vergisst‹. So gewinnt eine kalte Nacht auf italienischen Almwiesen eine mit poetischen Mitteln einzigartig kreierte Dramatik. Gleichzeitig lassen ihre liebenswerten Naturbeschreibungen und die scharfsinnige Beobachtung der Einheimischen auf wenigen Seiten ein differenziertes Bild der Region entstehen.«

Elena Witzeck, Süddeutsche Zeitung