Eine autobiografische Erzählung, eingebettet in zeitgeschichtliche Kontexte

192 Seiten, 20.4 × 12.5 cm, Gebunden
ISBN 978-3-03973-021-6, 2. Auflage

Dieser Titel ist auch als E-Book erhältlich

Erschienen am 20.03.2024

Mein Bruder Marco

Eine Annäherung

EUR 26,00 Alle Preisangaben inkl. MwSt.

Ueli Mäder nimmt Abschied von seinem älteren Bruder Marco. Er tut dies mit einem Brief, der wie ein Zwiegespräch daherkommt. »Wie kamst Du dazu, Dich zu Tode zu saufen? Du warst so erfolgreich unterwegs. Bei mir hätte ich es ja noch verstanden.« Was führte zum Bruch? Der Versuch, zu verstehen, verknüpft persönliche und gesellschaftliche Veränderungen.
Zehn Jahre nach dem Tod seines Bruders Marco schreibt Ueli Mäder dieses Buch und setzt sich mit den Fragen auseinander, die schon im ersten Schrecken über ein elendes Ende aufbrachen. Marco war nicht nur ein Nationalliga-Handballer, er war belesen, feinfühlig, unabhängig und ein hoffnungsvoll engagierter Mensch. Wie konnte dieses an Möglichkeiten so reiche Leben so destruktiv zu Ende gehen? Was war das für ein Leben? In welcher Zeit? Welche gesellschaftlichen Umstände, unter denen Marco häufig litt, prägten seinen Weg? Auf der Suche nach Antworten tauchen immer mehr Erinnerungen und neue Fragen auf. Sie beziehen sich auch darauf, wie sich Marco mit Abhängigkeiten, Erwartungen, Erfolg, Liebe, Leiden, Mangel, seinen Lektüren, wissenschaftlichen und politischen Debatten auseinandersetzte.

Ueli Mäder, 1951 in Beinwil am See geboren, ist emeritierter Professor für Soziologie der Universität Basel und der Hochschule für Soziale Arbeit. Er forscht über soziale Ungleichheiten. Zuletzt erschienen im Rotpunktverlag 68 – was bleibt? (2018), macht.ch. Geld und Macht in der Schweiz (2015) und mit Ganga Jey Aratnam und Sarah Schilliger zusammen Wie Reiche denken und lenken (2010). 2022 erhielt er den Internationalen Erich-Fromm-Preis.

»Da schreibt einer, um einen anderen am Leben und bei sich zu erhalten – und uns Lesern macht er die literarische Gestalt seines Bruders zum Geschenk.«

Silvia Tschui, SonntagsBlick

»Er berichtet nicht nur über persönliche Erinnerungen, sondern stellt das Leben seines Bruders in einen zeitgeschichtlichen und gesellschaftlichen Rahmen. Das macht die Lektüre über das Einzelschicksal hinaus interessant.«

Valentin Zumsteg, Neue Fricktaler Zeitung
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